Der SSV Buer musste sich am Sonntag im Topspiel der Bezirksliga 9 Westfalen beim FC Frohlinde mit 3:1 geschlagen geben und verliert weiter an Boden.

BL 9 Westfalen

Erneuter Rückschlag für den SSV Buer

Christian Lock
30. November 2015, 20:07 Uhr

Der SSV Buer musste sich am Sonntag im Topspiel der Bezirksliga 9 Westfalen beim FC Frohlinde mit 3:1 geschlagen geben und verliert weiter an Boden.

Am Sonntag musste der SSV Buer erneut eine bittere Niederlage einstecken. Dabei hatte sich das Team um Holger Siska gerade erst aus einer Mini-Krise geschossen. Das im Vorfeld erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen blieb dabei zunächst sogar aus. Bis zum 1:1-Ausgleich hätte die Partie womöglich schon längst zu Gunsten des SSV entschieden sein können, so sah das zumindest Buer-Coach Siska: "In der ersten Halbzeit waren wir klar überlegen und hätten eigentlich schon 3:0, mindestens aber 2:0 führen können. So wurde nach dem Ausgleichstreffer daraus dann doch noch ein Spitzenspiel."

Die Buerer Niederlage wurde in der 53. Minute durch einen Strafstoß eingeleitet. "Von meinem Standpunkt aus sah es schon so aus, als ginge die Elfmeterentscheidung des Schiedsrichters in Ordnung. Der Elfmeter hätte aber schon in der Entstehung leicht verhindert werden können. Es geht einfach nicht an, dass der Frohlinder Spieler vorher allein und ungebremst fast 70 Meter über den Platz laufen kann", ärgert sich Siska. Auch beim 2:1, dem eine FC-Ecke vorausging, vermisste der Coach die letzte Konsequenz und den nötigen Biss seiner Jungs: "Dass Frohlinde bei Standards gefährlich ist, hatte ich ja schon angekündigt, trotzdem hätten wir den Ball, bevor er letztlich im Netz landete, schon zwei mal klären können."

Nach dem Führungstreffer der Gastgeber musste Siskas Team dann natürlich aufmachen und fing sich – dem hier immer auch mit einkalkulierten Risiko entsprechend – in der Nachspielzeit noch das 1:3. Insgesamt also eine recht unnötige Niederlage des SSV. Den zahlreichen liegengelassenen Chancen seiner Mannschaft trauerte Siska im Rückblick noch immer wehmütig nach: "Im Abschluss waren wir einfach zu unkonzentriert. In letzter Konsequenz haben wir das Spiel für Frohlinde gewonnen."

Da Tabellenführer Langenbochum zeitgleich in Disteln drei Punkte einstreichen konnte, trennen Siskas Truppe nun ganze sieben Punkte vom Platz an der Sonne. Und damit nicht genug mussten die Buerer infolge der Niederlage nun sogar den zweiten Platz räumen. Zum Langenbochum-Verfolger Nummer eins ist seit Sonntag nun ausgerechnet der TuS Eichlinghofen aufgestiegen, den die Buerer noch zwei Wochen zuvor souverän mit 3:0 vom Platz gefegt hatten.

Um nicht direkt wieder in ein Loch zu fallen, rät Siska dazu den Fokus von der Konkurrenz zu lösen: "In einer solchen Situation ist es wichtig ausschließlich auf uns zu schauen. Wir müssen jetzt versuchen, die noch auszuspielenden sechs Punkte bis zur Winterpause einzufahren und dann mal sehen, was nach der Winterpause noch geht."

Autor: Christian Lock

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