Nur eine Woche nach der Pokalniederlage ging die SGS Essen in Wolfsburg erneut als Verlierer vom Platz. Diesmal musste sie sich sogar mit 0:4 geschlagen geben.

SGS Essen

Zweite Pleite gegen Wolfsburg in einer Woche

Christian Lock
16. November 2015, 19:37 Uhr
Foto: Tillmann

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Nur eine Woche nach der Pokalniederlage ging die SGS Essen in Wolfsburg erneut als Verlierer vom Platz. Diesmal musste sie sich sogar mit 0:4 geschlagen geben.

Der Frage, ob Wolfsburg trotz der bisher grandiosen Saison der Essenerinnen vielleicht doch noch eine Nummer zu groß für sein Team sei, entgegnet SGS-Coach Markus Höger bestimmt: "Das klare 4:0 täuscht ein wenig über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg. Meiner Mannschaft kann ich keinen großen Vorwurf machen. Eigentlich haben wir sogar noch mal ein Stück besser gespielt als bei der ohnehin schon ganz engen Partie im DFB-Pokal eine Woche zuvor." Die Aufeinandertreffen hätten also ganz im Gegenteil demonstriert, dass sich beide Mannschaften durchaus auf Augenhöhe begegnen könnten.

"Die ersten zwanzig Minuten waren wir sogar die spielbestimmende Mannschaft. Selbst den 0:1-Rückstand haben wir gut weggesteckt und gut weitergespielt. In der 30. Minute hätten wir dann das 1:1 machen müssen. Leider haben wir die Hundertprozentige aber liegen lassen. Stattdessen kassieren wir kurz vor der Pause wirklich unglücklich das 0:2. Das demoralisiert natürlich", fasst Höger den ersten Durchgang noch einmal knapp zusammen und weist nachdrücklich darauf hin, dass seinen Mädels lediglich zwei kleine Patzer unterlaufen seien, ansonsten hätten sie ein top Leistung abgeliefert.

Warum es dann nach dem Seitenwechsel nicht mehr ganz so optimal für die Essenerinnen lief, dafür macht Höger vor allem nachvollziehbare psychologische Faktoren verantwortlich: „In der zweiten Hälfte hat man den Mädels dann deutlich die Frustration angemerkt.“ Das Glück war am Sonntag einfach nicht auf Essener Seite und irgendwie passte es dann auch zum übrigen Spielverlauf, dass die SGS die letzten 20 Minuten zu allem Überfluss noch zu zehnt über die Runden bringen musste, als SGS-Kapitänin Ina Lehmann infolge einer Risswunde notgedrungen den Platz verlassen musste, um dieselbe nähen zu lassen.

Toptransfer Kozue Ando suchte man im Aufgebot der Essenerinnen am Sonntag übrigens vergebens. Grippebedingt musste die japanische Nationalspielerin passen. „Sie ist kurzfristig ausgefallen und hat uns natürlich schon gefehlt. Inzwischen ist sie aber wieder fit und nimmt auch am Mannschaftstraining teil“, beruhigt der Trainer die Gemüter. Für das nächste Ligaspiel am kommenden Freitag gegen den SV Werder Bremen dürfte sie der SGS also wieder ohne Einschränkung zur Verfügung stehen.

Autor: Christian Lock

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