Zu kleiner Kader, keinen Knipser im Aufgebot, nur Bonusspiele gegen die Topteams - Teile dieser Aussagen nahm Schalke-Trainer André Breitenreiter zurück.

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Trainer Breitenreiter rudert nach Kader-Kritik zurück

03. November 2015, 14:06 Uhr
Foto: firo

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Zu kleiner Kader, keinen Knipser im Aufgebot, nur Bonusspiele gegen die Topteams - Teile dieser Aussagen nahm Schalke-Trainer André Breitenreiter zurück.

Eigentlich könnte beim FC Schalke 04 alles so harmonisch sein. Trotz einer Ergebnis-Delle im Oktober sind die Königsblauen noch Tabellenvierter in der Bundesliga und in der Europa League auf dem Weg in die Zwischenrunde. Dennoch knirscht es: Es geht nicht nur um die Zukunft von Manager Horst Heldt, sondern auch um die heftige Kritik von Trainer André Breitenreiter nach dem 1:1 gegen Ingolstadt am Samstag. Breitenreiter schoss gegen die Spieler und gegen Heldt: Der Kader sei zu klein, Schalke habe keinen Knipser, die kommenden Spiele gegen Dortmund, München und Leverkusen seien nur Bonusspiele.

Am Dienstagmittag ruderte Breitenreiter erheblich zurück. Die Kader-Aussage sei missverstanden worden. "Wir haben bewusst entschieden, den Kader klein zu halten, um allen Spielern Einsatzzeiten zu geben. Ich stehe dazu, dass unser Kader nicht so aufgestellt ist wie die unserer Konkurrenten", sagte er. Sein Verhältnis zu Heldt sei gut. "Wir arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen", sagte der Coach.

Auch die Knipser-Kritik relativierte Breitenreiter. "Das ist falsch verstanden worden", sagte Breitenreiter dazu und ergänzte: "Ich stelle nie infrage, dass Klaas-Jan Huntelaar ein Torjäger ist, ein Top-Profi, der immer der erste ist beim Training. Franco Di Santo hat in Bremen nachgewiesen, dass er zweistellig treffen kann. In der Europa League haben sie bewiesen, dass sie harmonieren. Wir nutzen aber in der Bundesliga unsere Chancen nicht."

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Zudem präzisierte Breitenreiter den Begriff "Bonus-Spiele". "Wir sind niemals in irgendeinem Spiel chancenlos - weder gegen den FC Bayern oder Bayer Leverkusen und schon gar nicht im Derby. Wir brennen, wir werden fighten und dann sehen, was dabei herauskommt. Wir werden als Einheit Moral zeigen, niemals aufgeben", sagte der Trainer.

Am Mittwoch fliegt die Mannschaft nach Prag zum Europa-League-Spiel gegen Sparta (Donnerstag, 21.05 Uhr, live in unserem Ticker). Breitenreiter und Heldt werden froh sein, dem Herbst-Theater für zwei Tage zu entkommen.

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