Nicht nur die beiden Profiligen DEL und DEL2 werden am kommenden Wochenende aufgrund der anstehenden Länderspiele pausieren.

Eishockey-Oberliga

Letzter Spieltag vor der Pause

01. November 2015, 12:04 Uhr
Foto: Roy Gilbert

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Nicht nur die beiden Profiligen DEL und DEL2 werden am kommenden Wochenende aufgrund der anstehenden Länderspiele pausieren.

Auch die Teams der Oberliga Nord genießen nach dem Sonntagsspieltag eine Woche Ruhe. Umso wichtiger ist es also, mit einem guten Gefühl in die spielfreie Zeit zu gehen. Sicher ist nach den Freitagsspielen, dass alle drei Revierklubs mindestens einen Sieg aus dem insgesamt sechsten Saisonwochenende mitnehmen.
Einmal mehr überzeugen konnte Spitzenreiter Füchse Duisburg beim 4:2 gegen die starken Tilburg Trappers. Lars Grözinger (2), Andre Huebscher und Danny Albrecht zwölf Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor sorgten mit ihren Treffern für den nunmehr schon neunten Füchse-Sieg in Folge. EVD-Coach Tomas Martinec sieht bei aller Zufriedenheit aber immer noch ein wenig Optimierungspotenzial: "Wir wussten, dass es gegen Tilburg ein hartes Spiel wird. Wir haben über drei Drittel gut defensiv gespielt, offensiv ist die Scheibe aber nicht so gut gelaufen wie in anderen Spielen. Insgesamt können wir aber stolz auf die Mannschaft sein".

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Stark auch: 2011 Zuschauer, darunter mehrere Hundert aus den Niederlanden besuchten die Partie und sorgten damit nicht nur für einen Duisburger Saisonrekord, sonden vor allem auch für eine tolle Atmosphäre. "Mit so vielen in der Halle macht es uns allen noch mehr Spaß", gestand dann auch Martinec ein. Wiederholung erwünscht. Am Sonntagabend gilt es für den EVD aber erst einmal, bei den Rostock Piranhas (Bully 19 Uhr) den nächsten Dreier einzufahren.

Das will auch der Herner EV im Heimspiel gegen die Hannover Indians (Bully 18.30 Uhr). Ebenfalls ein Duell mit erhöhtem Stimmungspotenzial, gelten die Anhänger der Rothäute doch als die reisefreudigsten der Liga. Nach einem ungefährdeten 6:3-Erfolg bei den Harzer Falken in Braunlage kletterten die Gysenberger zum ersten Mal in der laufenden Saison auf den heiß begehrten Playoffplatz acht. Auf Allrounder Thomas Richter muss HEV-Coach Frank Petrozza nach dessen in Braunlage kassierter Spieldauerstrafe dabei verzichten.

Moskitos überraschen weiter

Beim alten Erzrivalen kommt man hingegen aktuell aus dem Staunen kaum heraus. Mit einer Mannschaft, deren Altersdurchschnitt nur knapp über 21 Jahre liegt, holen die Wohnbau Moskitos Essen Sieg um Sieg und können ihre Ziele langsam, aber sicher schon ein wenig nach oben korrigieren. Die Aussage von Trainer Frank Gentges, dass "wir einen klaren Nachteil gegenüber anderen Teams aus dem Norden und Osten haben, weil wir in unserer Regionalgruppe auf Duisburg, Herne, Neuwied und Tilburg treffen und dort kaum Punkte holen werden", konnten die ESC-Cracks am Freitagabend jedenfalls eindrucksvoll widerlegen. Mit einem vor allem in der Höhe kaum für möglich gehaltenen 5:1-Sieg beim Tabellendritten EHC Neuwied kletterten die Stechmücken auf Platz sieben. "Es war eine super Mannschaftsleistung mit einem sehr starken Torwart Justin Schrörs. Wie schon im ersten Spiel gegen Neuwied (Endstand 2:4, Anm. d. Red.) waren wir die bessere Mannschaft und jetzt waren wir auch final wesentlich besser", äußerte sich Gentges begeistert. Bitter nur: Verteidiger Philipp Gejerhos verletzte sich nach einem Check von Neuwieds Brian Gibbons und droht länger auszufallen.

Der Vorsprung auf den ersten Abstiegs-Relegationsplatz beträgt für die Moskitos aber nun schon 14 Punkte. Gelingt den Lila-Grünen am Abend im Heimspiel gegen den Zehnten Wedemark Scorpions (Bully 18.30 Uhr) der nächste Sieg?

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