Die Westfalia Langenbochum um Coach Thomas Joachim wissen dieses Jahr positiv zu überraschen. Das Team hält sich die Konkurrenz nach wie vor hartnäckig vom Leib.

BW Westfalia Langenbochum

Das Überraschungsteam dominiert

Christian Lock
30. Oktober 2015, 16:50 Uhr

Die Westfalia Langenbochum um Coach Thomas Joachim wissen dieses Jahr positiv zu überraschen. Das Team hält sich die Konkurrenz nach wie vor hartnäckig vom Leib.

Während vor der Saison die Mannschaften aus Buer, Frohlinde und Eichlinghofen aus ihren Aufstiegsambitionen kein großes Geheimnis machten, trat die Westfalia Langenbochum vor der aktuellen Spielzeit von ihren Erwartungen eher einen Schritt zurück. Offenbar zu Unrecht, denn derzeit scheint der Spitzenreiter die Bezirksliga Westfalen 9 die Liga vollkommen im Griff zu haben und kann inzwischen sogar einen beachtlichen Vier-Punkte-Vorsprung auf das Verfolgertrio vorweisen. Buer, Frohlinde und Eichlinghofen hinken den Langenbochumern derweil ordentlich hinterher und hatten – mit Ausnahme von Eichlinghofen - auch in den direkten Vergleichen kein wirklich probates Mittel gegen die Blau-Weissen zur Hand. Die Westfalia hat inzwischen alle Topspiele absolviert und konnte dabei ihre Spitzenposition erfolgreich verteidigen.

"Das war so nicht zu erwarten", freut sich Westfalia-Coach Thomas Joachim. Der hatte seine Mannschaft vor der Saison großflächig umstrukturiert und viele neue, vor allem auch junge Spieler ins Boot geholt: "Bei uns hat im Sommer ein Umbruch stattgefunden. Von daher war es diesmal eigentlich nicht so, dass wir wie in den Vorjahren zum engsten Favoritenkreis gezählt wurden. Wir wollten einfach mal drauf losspielen und schauen, was passiert." Und das klappt offensichtlich überraschend gut. Vielleicht sogar so gut, die Saisonziele nach oben zu korrigieren und doch wieder den Aufstieg ins Visier zu nehmen? "Träume sind natürlich immer erlaubt", schreckt der Coach der Langenbochumer fast ein wenig vor derartigen Ansprüchen zurück, "aber die Saison ist lang und man sollte auch Realist bleiben" und als ein solcher geht er davon aus, dass sein Team am Ende der Saison schon irgendwo unter den ersten vier, fünf Teams zu finden sein wird.

Die Stärken seiner Mannschaft verortet Joachim vor allem im Teamspirit und der herausragenden Moral seiner Truppe, die schon so maches Spiel nach einem Rückstand wieder gedreht habe. "Unsere finanziellen Mittel sind begrenzt, da hat unsere Konkurrenz oft ganz andere Möglichkeiten", erklärt Joachim, was sich besonders an deren größerem spielerischen Potential auch zeige. Doch diesem Vorteil der Kontrahenten setze seine Truppe eine enorme Willensstärke entgegen. "Klar haben wir nicht so die überragenden Einzelspieler, aber wir arbeiten sehr intensiv, stehen hinten gut, funktionieren als Kollektiv und sind in der Breite gut aufgestellt." Das Rezept für den derzeitigen Erfolg beinhaltet aber noch eine weitere Geheimzutat, die als solche sicher nicht geplant war: Die Unausrechenbarkeit seines Teams. "Wir spielen praktisch ohne etatmäßigem Mittelstürmer, dadurch sind wir schwer auszurechnen."

Nachdem die Welle an Topspielen gegen Frohlinde, Schwerin, Eichlinghofen und zuletzt auch gegen Buer nahezu schadlos an den Blau-Weissen vorübergeschwappt ist, kann die Westfalia nun recht entspannt auf das Restprogramm der Hinrunde blicken. Angesichts der Spielpause und der vollbrachten Höchstleistungen gönnt Thomas Joachim seinen Jungs dieser Tage auch mal ein wohlverdientes trainingsfreies Wochende, um erst am Dienstag wieder mit den Vorbereitungen auf das nächste Spiel gegen die Teutonia Sus Waltrop zu beginnen, von denen Joachim zu berichten weiß, dass sie ein äußerst "unangenehmer Gegner" sein werden. Die Tabellenspitze wollen die Langenbochumer bis zur Winterpause aber nicht mehr hergeben und es spricht einiges dafür, dass das auch klappt.

Autor: Christian Lock

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