Eigentlich lief alles rund für die DJK BW Mintard. Dann gab es zwei Niederlagen in Folge. Trainer Guglielmi erwartet, dass sein Team den Kampf wieder mehr annimmt.

BW Mintard

Dezimiert das Glück erzwingen

Marius Soyke
29. Oktober 2015, 13:09 Uhr
Foto: Tillmann

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Eigentlich lief alles rund für die DJK BW Mintard. Dann gab es zwei Niederlagen in Folge. Trainer Guglielmi erwartet, dass sein Team den Kampf wieder mehr annimmt.

0:1 gegen Union Velbert, 1:2 gegen FSV Vohwinkel – für den Bezirksligisten BW Mintard ist das in dieser Saison eine ungewohnte Situation. Bis dahin lief es für das Team von Trainer Marco Guglielmi beinahe perfekt: Neun Siege, ein Remis. „Wir haben uns in diesen Spielen vielleicht etwas zu sehr auf unserem Polster ausgeruht“, begründet Guglielmi.

„Das waren zwei Spitzenspiele, dort entscheiden Nuancen. Für Velbert und Vohwinkel war es die Chance, sich wieder ran zu kämpfen. Sie waren galliger und aggressiver, wir haben den Willen ein Stück weit vermissen lassen“, sagt der Trainer. Mittlerweile hat Mintard als Vierter vier Zähler Rückstand auf Tabellenführer ASV Mettmann.

Guglielmi weiter: „Die ersten Halbzeiten haben wir jeweils verschlafen, sind dann zu spät aufgewacht. In solchen Spielen gibt es weniger Chancen als gegen vermeintlich kleinere Gegner. Und die zwei, drei Gelegenheiten haben wir nicht genutzt.“ Gegen Velbert gab es zwei Pfostenschüsse, jedoch keinen Treffer.

Ein Thema, mit dem Guglielmi umgehen muss, sind die vielen Verletzten: „Das soll keine Ausrede sein, aber wir haben diese Saison riesiges Pech. Ich bekomme keine 13 Feldspieler mehr zusammen, stelle zum Teil Jungs aus der 2. Mannschaft in die Startelf.“

Mit Marvin Robert (Aufbautraining nach Meniskusverletzung), Lukas Grötecke (Pfeiffersches Drüsenfieber), Pascal Eichholz (Bänderriss im Fuß) oder Daniel Litchfield (Kreuzbandriss) fallen wichtige Stützen langfristig aus: „Der Kader ist sowieso recht klein und die Spieler sind nicht eins zu eins zu ersetzen.“

Im Winter sollen deshalb neue Leute kommen: „Wir sind finanziell zwar nicht auf Rosen gebettet, aber wir müssen was machen. Zudem führe ich die Spieler aus der Zweiten jetzt schon ran, möchte sie besser machen.“

Leichter wird es für Guglielmi in den kommenden Wochen eher nicht. Am 8. November spielt BW Mintard gegen den SV Burgaltendorf (2.) und sieben Tage später beim Ersten aus Mettmann. Die Marschroute ist klar, der Abstand auf die Spitze soll sich nicht weiter vergrößern: „Wir müssen den Kampf wieder mehr annehmen und das Glück erzwingen.“

Autor: Marius Soyke

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