Nur Platz zwölf nach neun Spielen: Beim VfB Bottrop läuft es nach dem Landesliga-Abstieg in der Bezirksliga noch nicht rund.

VfB Bottrop

Zuhause eine Macht, auswärts schwach

Hendrik Niebuhr
06. Oktober 2015, 13:08 Uhr
Foto: Tillmann

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Nur Platz zwölf nach neun Spielen: Beim VfB Bottrop läuft es nach dem Landesliga-Abstieg in der Bezirksliga noch nicht rund.

Einen großen Umbruch musste der erfahrene Trainer [person=10793]Mevlüt Ata[/person] im Sommer vornehmen. Gleich ein Dutzend neuer Spieler fand den Weg nach Bottrop. Dort scheinen sich die neuen Akteure zwar bereits glänzend eingefunden zu haben, auswärts funktioniert es dagegen bislang noch gar nicht.

Es ist eine kuriose Statistik: Niederlage und Sieg wechseln sich beim Traditionsverein in dieser Saison bislang jede Woche ab. In jedem Auswärtsspiel gingen die Bottroper als Verlierer vom Platz, während die Weste im heimischen Jahnstadion blütenweiß ist: Vier Spiele, zwölf Punkte, 12:2 Tore. "Wir kommen auswärts nicht richtig in Fahrt", kann sich auch Ata diese extreme Diskrepanz nur schwer erklären.

Dicht dran am ersten Auswärtspunkt war die Ata-Elf am Sonntag bei der Reserve von Arminia Klosterhardt. In einem turbulenten Spiel mit je einem Platzverweis auf beiden Seiten kassierten stark kämpfende Bottroper in der 86. Minute den finalen Knockout zum 3:4. "Es sind oftmals Kleinigkeiten", haderte Ata vor allem mit der 37. Minute, als Kapitän [person=10775]Nicolas Albert[/person] im eigenen Strafraum den Ball zwar an die Hand bekam, das Leder jedoch trotzdem den Weg ins Tor fand. Der Schiedsrichter pfiff den Vorteil allerdings zurück, gab Strafstoß und schickte Albert vorzeitig zum Duschen.

Doch der VfB zeigte Moral, kam in Unterzahl zum Ausgleich und drückte auf die Führung. "Mit einer Chance machen sie dann das 3:2", sah Ata einfach effizientere Arminen. Zwar glich Bottrop noch einmal aus, doch nach dem 3:4 aus VfB-Sicht war der Widerstand gebrochen.

Somit stehen unterm Strich nur zwölf Punkte zu Buche, weshalb sich die Bottroper derzeit eher nach unten, denn nach oben orientieren müssen. "Die Bezirksliga ist besser geworden", hat Ata erkannt, der fieberhaft einen Knipser vermisst. Eigentlich sollte diesen Part [person=31557]Kenan Doric[/person] ausfüllen, doch der Neuzugang mit reichlich Oberligaerfahrung schafft es zeitlich einfach nicht. "Es fehlt einfach das kleine Etwas", weiß der Coach, dass sich die Mannschaft noch mehr einspielen muss.

Bis das gelungen ist, muss sich der VfB wohl weiterhin auf seine Heimstärke verlassen. Doch am kommenden Sonntag könnte die Serie gegen den Tabellendritten SV Adler Osterfeld reißen. "Sie gehören zu den Top drei der Liga. Mit einem Punkt wäre ich zufrieden", ist sich Ata, der einen "einstelligen Tabellenplatz" als Saisonziel ausgibt, der Schwere der Aufgabe bewusst.

Autor: Hendrik Niebuhr

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