Am Sonntagnachmittag platzte Schalkes Traum vom Vereinsrekord.

Schalke 04

Goretzka über die Pleite gegen den 1. FC Köln

Max Gerhard/Elmar Redemann
05. Oktober 2015, 10:08 Uhr
Foto: firo

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Am Sonntagnachmittag platzte Schalkes Traum vom Vereinsrekord.

Nach sechs Siegen in Folge setzte es im Heimspiel gegen Köln eine klare 0:3-Niederlage. Leon Goretzka versuchte Gründe für das jähe Ende des königsblauen Höhenfluges zu finden.

Leon Goretzka, warum hat Schalke kein Rezept gegen den 1. FC Köln gefunden?
Man muss vor allem den Kölnern ein großes Kompliment aussprechen, die es taktisch hervorragend gemacht haben. Uns haben die Lösungen gefehlt. Wir haben zu viele Spieler dafür verschwendet, um überhaupt an Modeste vorbeizukommen – diese haben uns deshalb vorne gefehlt, wo der Gegner dann immer in Überzahl war. Deswegen war es für uns unheimlich schwierig. Wir haben trotzdem versucht, den Ausgleich zu machen, das kann dann allerdings auch mal nach hinten losgehen.

Hat Sie die sehr defensive Taktik der Kölner überrascht?
Damit gerechnet, dass sie es so machen, haben wir jetzt nicht. Trotzdem müssen wir uns cleverer anstellen, im Spielaufbau ruhiger bleiben. Wir dürfen dann nicht in Hektik verfallen. Wobei ich auch glaube, dass die Partie auch ganz anders laufen kann. Leroy Sané hatte einen Volley auf dem Fuß, wenn der ins Eck geht, muss Köln aufmachen und es wird ein ganz anderes Spiel. Wir hatten in den vergangenen Wochen hier und da auch etwas Glück, jetzt ein bisschen Pech. Nun müssen wir uns in der Länderspielpause sammeln, die Situation analysieren und auch daraus lernen, um den nächsten Schritt zu machen.

Kommt die Pause jetzt zur rechten Zeit? Haben nach den harten Wochen auch die Körner gefehlt?
Dass man nach solch einer Belastung, wie wir sie hatten, irgendwann mal einen Schritt weniger macht, ist logisch. Aber ich will die Niederlage nicht auf die fehlende Kraft schieben. Wir bestreiten ein internationales Programm, das wir auch unbedingt erreichen wollten. Dann muss man, gerade wenn man weiß, dass danach eine Pause kommt, seine Kräfte noch mal bündeln. Nur zu sagen, dass uns die Kraft gefehlt hat, wäre zu einfach.

Lässt sich die Niederlage emotional leichter verkraften, weil es vorher so gut lief? Oder tut sie nun umso mehr weh?
Auch wenn ich vielleicht nicht so wirke, bin ich natürlich sehr enttäuscht, denn wir hätten mit einem Sieg gegen Köln ein bisschen Geschichte schreiben können. Es ist schon sehr ärgerlich, dass uns das nicht gelungen ist.

Autor: Max Gerhard/Elmar Redemann

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