Ausrufezeichen! Genau das setzte der VfB Hilden mit dem 3:1 (2:0)-Erfolg am Mittwochabend gegen Ratingen 04/19.

VfB Hilden

Kreß-Team schlägt schwache Ratinger

23. September 2015, 22:29 Uhr

Ausrufezeichen! Genau das setzte der VfB Hilden mit dem 3:1 (2:0)-Erfolg am Mittwochabend gegen Ratingen 04/19.

Während sich die Elf von Georg Kreß Luft im Abstiegskampf machte, steckt 04/19 in einer mittleren Krise. Waren die Blau-Gelben am Sonntag trotz der Niederlage gegen TuRU Düsseldorf noch das bessere Team, fehlte es den Gästen am Mittwoch an allem, was eine erfolgreiche Mannschaft auszeichnet. Peter Radojewski tobte schon zur Halbzeit, brachte im zweiten Durchgang gleich drei Neue - das hat Seltenheitswert.

Auch nach dem Schlusspfiff gab sich der Gästetrainer wortkarg, wirkte angefressen: "Ich muss mich für die katastrophale Leistung meiner Elf entschuldigen." Rums! Mehr zu hören gab es nicht. Ganz anders ein vor Freude strahlender Kreß. "Es ist schwierig, wenn du mehrere Spiele in Folge verloren hast, deine Jungs immer wieder aufzubauen. Doch wir haben unsere Aufgabe eindrucksvoll erfüllt, weil wir keine Stinkstiefel in der Truppe haben", so der Ex-Wuppertaler. "Du musst deinen Spielern auch mal die Treue halten. Auch, wenn es zwei oder drei Spiele nicht so gut läuft." Gemeint war Jannik Weber, der es seinem Coach mit zwei zauberhaften 20-Meter-Treffern dankte. Der gute Start mit seinen Toren (2., 36.) gab den benötigten Impuls. Die ungemütlichen äußeren Bedingungen schienen den Gastgebern in die Karten zu spielen.

Die Ratinger, die von Hö.-Nie.-Kultcoach "Schorsch" Mewes unter die Lupe genommen wurden (der Acker in Kalkar war unbespielbar, die Partie gegen Meerbusch fiel dem Wetter zum Opfer), fanden erst eine Viertelstunde vor dem Ende wieder etwas ins Spiel zurück, als Kapitän Thomas Denker zum Anschluss traf. Doch Hilden sollte an diesem Abend das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite haben. "Wir packen das", ballte Kreß in Anlehnung an das Gesamtziel Klassenerhalt die Faust. "Bei uns gibt es keine Gruppenbildung. Nur gut, dass wir endlich mal früh in Führung gegangen sind."

Während der VfB mit breiter Brust am Sonntag ins nächste Derby bei TuRU Düsseldorf gehen kann (15:00 Uhr, Feuerbachstraße), hat das Radojewski-Team eine schwere Aufgabe gegen Hönnepel-Niedermörmter vor der Brust. Gelingt kein Heimsieg, ist die obere Tabellenregion erst einmal in weite Ferne gerückt.

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