In der englischen Premier League kam der FC Chelsea im Heimspiel gegen Birmingham nicht über ein 1:1 hinaus und offenbarte vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Bayern München deutliche Schwächen.

Chelsea patzt im Heimspiel gegen Birmingham

ds
10. April 2005, 14:22 Uhr

In der englischen Premier League kam der FC Chelsea im Heimspiel gegen Birmingham nicht über ein 1:1 hinaus und offenbarte vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Bayern München deutliche Schwächen.

Der FC Chelsea hat mit dem 1:1 im Heimspiel gegen Birmingham City in der englischen Premier League die Generalprobe für das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag bei Bayern München (20:45 Uhr/live bei Premiere und Sat.1) verpatzt. Dabei offenbarte das Team von der Stamford Bridge im Meisterschaftsrennen ungewohnte Schwächen. Dennoch ließ man sich in München von dem Ergebnis nicht blenden.

"Chelsea hat wichtige Spieler geschont, deshalb muss man das Ergebnis relativieren. Das 1:1 ist für die Partie am Dienstag nicht aussagekräftig", sagte Bayerns Coach Felix Magath. Nationalspieler Michael Ballack bewertete den Ausgang der Partie ebenfalls nicht über: "Chelsea hat in der Liga einen sehr großen Vorsprung, da kann man sich in so einem Spiel schonen."

Didier Drogba sichert den "Blues" einen Punkt

Bis acht Minuten vor Ende der Partie drohte den "Blues" an der heimischen Stamford Bridge die erste Niederlage seit dem neunten Spieltag, ehe der eingewechselte "Bayern-Schreck" Didier Drogba den Punkt sicherte. Chelsea-Coach Jose Mourinho hatte Ricardo Carvalho und Claude Makelele gar nicht eingesetzt, die Stürmer Drogba und Eidur Gudjohnsen spielten erst ab der zweiten Halbzeit.

"Ich bin unglücklich, weil wir nicht gewonnen haben, doch der Punkt wird uns noch weiterhelfen", ließ Mourinho nach dem Spiel auf der Internet-Seite des Klubs mitteilen. "Zu einem früheren Zeitpunkt der Saison ist so ein Punkt nicht besonders hilfreich, doch in unserer momentanen Lage können wir ihn gut gebrauchen", übte sich der Portugiese in Zweck-Optimismus.

Trotz des Remis haben die Londoner noch elf Punkte Vorsprung vor dem Stadtrivalen Arsenal. Die "Gunners" kamen mit ihrem deutschen Keeper Jens Lehmann zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg beim FC Middlesbrough. Den Siegtreffer markierte der französische Nationalspieler Robert Pires (73.).

Arsenal-Coach Arsene Wenger hielt sich nicht lange mit der Bewertung des eigenen Spiels auf, sondern sandte seinem Trainer-Kollegen Mourinho Ratschläge für das Spiel gegen die Bayern. Wenger, dessen Elf im Achtelfinale der Champions League am Bundesliga-Tabellenführer gescheitert war, verwies darauf, dass den Münchnern in Chelsea neben den Stürmern Claudio Pizarro und Roy Makaay vor allem Mittelfeldspieler Martin Demichelis gefehlt habe.

Wenger:"Ich glaube noch, dass Chelsea weiterkommt"

"Sie haben ihn beim Hinspiel in Chelsea sehr vermisst. Gegen uns war er der beste Mann auf dem Platz und für sein Team ein Schild vor der Abwehr", sagte der französische Coach dem Daily Mirror. Zudem warnte der Trainer den Stadtrivalen vor Überheblichkeit. "Ich glaube noch, dass Chelsea weiterkommt. Doch die Chancen stehen nicht besser als 60:40."

Ein wenig im Schatten der Londoner Klubs stehen derzeit die Traditionsklubs FC Liverpool und Manchester United. Ex-Champion "ManU" verlor bei Norwich City nach Toren von Dean Ashton (55.) und Leon McKenzie (66.) mit 0:2, womit sich der Rückstand auf Tabellenführer Chelsea auf 14 Zähler vergrößerte.

Rekordmeister Liverpool verpasste den Sprung auf einen Qualifikationsplatz für die Champions League. Die "Reds" kassierten eine 0:1 (0:0)-Niederlage bei Manchester City, was Trainer Rafael Benitez auf die Palme brachte: "Wenn man gewinnen kann, musst man dort zumindest einen Punkt holen."

Autor: ds

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