Sechs Spiele, zwei Siege - der VfB Hüls ist schwerfällig in die Saison gestartet.

VfB Hüls

"Jetzt verdient hier keiner mehr Geld"

22. September 2015, 14:15 Uhr
Foto: Ketzer

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Sechs Spiele, zwei Siege - der VfB Hüls ist schwerfällig in die Saison gestartet.

Die Frage, ob sich der Ex-Oberligist sich nach dem 1:0-Heimsieg gegen Vorwärts Epe allmählich gefangen habe, verneint Kaya. Der Blick auf die ersten sechs Spiele, von denen der VfB lediglich zwei gewann, erlaubt das schlichtweg nicht. "Wir sind noch in der Findungsphase und es sind immer wieder Kleinigkeiten dabei, die zu Gegentoren führen", verweist der Linienchef der Badeweiher-Elf auf den Umstand, dass der Kader nach dem freiwilligen Abstieg aus der fünften Liga nahezu vollständig umgekrempelt wurde.

Viele der Spieler, die den Weg zum ehemaligen Werksverein gefunden haben, haben in der letzten Saison noch in der Kreisliga A gespielt. "Wenn es darum geht, einen Anspruch zu formulieren, sind wir gut beraten, nicht zu viel Druck aufzubauen", weiß Kaya, der sich langfristig gar nicht mit der Bezirksliga anfreunden möchte.

In der ersten Saison in der Bezirksliga, die für die Kaya-Elf noch absolutes Neuland ist, geht es vielmehr darum, dass die Spielweise der neuen Klasse verinnerlicht wird. "Dülmen und Olfen haben uns schon gezeigt, wie wir in der Liga spielen müssen", sagt der Coach. Bei beiden Mannschaften habe man schön sehen können, was den Hülsern noch fehle: "Die waren eine Einheit, die Spieler kannten sich schon lange und spielen auch schon eine längere Zeit zusammen."

Das veranlasst den Trainer zu der Feststellung, "dass es bei den Fehlern, die wir noch machen, in dieser Saison noch nicht reicht, oben mitspielen zu können."

Keine Frage: Nach dem Umbruch sind sie am Marler Badeweiher darum bemüht, ruhiges Fahrwasser anzupeilen. Der Schock nach dem freiwilligen Abstieg ist mittlerweile verdaut. Im Verein greifen weiterhin alle Räder ineinander, dort hat sich laut Kaya nicht viel verändert. Vom Zeugwart bis zum Stadionsprecher finde man in Hüls alles wie gehabt vor. "Der einzige Unterschied zur letzten Saison ist, dass man bei uns jetzt gar kein Geld mehr verdient", merkt Kaya an.

Und noch etwas hat sich im Gegensatz zur vergangenen Saison verändert: Da startete Ex-Trainer Karsten Quante mit drei Siegen. Nicht so schwerfällig.

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