Die SSVg Velbert zeigte bei der zweiten Mannschaft von Fortuna Düsseldorf zwei Gesichter und erkämpfte sich am Ende ein gerechtes 1:1 (0:1)-Unentschieden.

SSVg Velbert

Artist Hagemann und ein verdienter Punkt

Nils Jewko
19. September 2015, 17:48 Uhr
Foto: Tillmann

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Die SSVg Velbert zeigte bei der zweiten Mannschaft von Fortuna Düsseldorf zwei Gesichter und erkämpfte sich am Ende ein gerechtes 1:1 (0:1)-Unentschieden.

Der Ball wurde länger und länger und [person=5476]Kevin Hagemann[/person] für einen kurzen Moment vom Fußballer zum Artisten. Nach einer Flanke streckte der Angreifer seinen rechten Fuß derart hoch in die Luft, dass er das runde Leder von der Höhe seines Kopfes in Richtung Tor der Düsseldorfer spitzelte. Das letzte Wort bei dieser kunstvollen Aktionen hatte allerdings der ehemalige Bochumer [person=6410]Fabian Holthaus[/person], der das Spielgerät bei seiner Rettungsaktion zum 1:1-Ausgleich über die Linie bugsierte (79.). „Das war in der Tat etwas akrobatisch. Ich habe einfach spekuliert und dann gesehen, dass der Torwart nicht an den Ball kommt“, sagte Hagemann mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Das Tor des 24-Jährigen war gleichzeitig das Ergebnis einer deutlichen Kabinenansprache von André Pawlak und einer Leistungssteigerung der Bergischen im zweiten Durchgang. „Die erste halbe Stunde waren wir überhaupt nicht präsent, es war kein Leben in der Mannschaft und ich habe von unserer Seite keinen Regionalliga-Fußball gesehen“, betonte der SSVg-Coach nach der Partie. Die Quittung dafür bekam der Aufsteiger bereits nach zwei Minuten, als [person=9199]Nazim Sangare[/person] die Rheinländer früh in Führung brachte. Nach einer miserablen Kopfballabwehr von SSVg-Kapitän [person=2573]Niklas Andersen[/person], der den Ball direkt vor die Füße des Lockenkopfes klärte, ließ der Offensivmann der Fortuna [person=20266]Philipp Sprenger[/person] im Tor keine Chance.

Die Gastgeber, bei denen neben Holthaus mit [person=8933]Kevin Akpoguma[/person], [person=5743]Marcel Sobottka[/person] und [person=4300]Tugrul Erat[/person] noch drei weitere Spieler aus dem Profikader in der Startelf standen, dominierten mit der Führung im Rücken die Partie, verpassten es aber vorzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. „Wir haben die klareren Torchancen und müssen mit dem 2:0 den Sack einfach zu machen. Am Ende geht das 1:1 dann schon in Ordnung“, haderte Fortunas Trainer Taskin Aksoy mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. Allein [person=9193]Kemal Rüzgar[/person] vergab gleich zwei hundertprozentige Torchancen (77./82.).

Und so blieb es beim Unentschieden und einem weiteren Nachweis, dass die SSVg sich durchaus berechtigte Hoffnungen auf einen vorzeitigen Klassenerhalt machen darf. „Wir wissen, dass wir überall punkten können, wenn wir unsere Leistung abrufen“, sagte Hagemann. Wie in den zweiten 45 Minuten im Paul-Janes-Stadion eben.

Autor: Nils Jewko

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