Allmählich schlägt die Wut der Essener Fans in blanken Hohn um. Bei der 1:3-Niederlage gab es zynische Rufe und Gesänge von der Tribüne.

Gladbach II - RWE

"Deutscher Meister wird nur der RWE!"

19. September 2015, 16:24 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Allmählich schlägt die Wut der Essener Fans in blanken Hohn um. Bei der 1:3-Niederlage gab es zynische Rufe und Gesänge von der Tribüne.

Die Wut nach dem 0:2 beim 1. FC Köln II unter der Woche schlug bei der 1:3 (0:2)-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach II in blanken Hohn und Spott um. Als Leon Binder zwischenzeitlich zum 1:3 einnickte (61.), schallte es „Deutscher Meister wird nur der RWE“ aus dem Essener Block.

Und siehe da: Offenbar hatte die Mannschaft von Jan Siewert nicht vollends verlernt, wie das freche Spiel nach vorne funktioniert. Die zehn Minuten nach dem Treffer gehörten eindeutig den Rot-Weissen. Warum Siewert dann aber den bis dato zwar nicht überzeugenden, dafür aber soliden Kevin Grund aus dem Spiel nahm und Malcom Olwa Luta brachte, wollte der RWE-Anhang nicht so recht verstehen. „Siewert, geh nach Hause!“ schrie einer von der Tribüne und bekam dafür Applaus.

Allmählich entlädt sich der Frust bei den Fans und macht sich zunehmend an der Sportlichen Leitung der Rot-Weissen fest. Schon vor dem Spiel hatte es ungläubige Gesichter gegeben, weil Siewert Benjamin Baier, der in Köln schon nur auf der Bank gesessen hatte, erst gar nicht berücksichtigt hatte. Moritz Fritz kehrte nach abgesessener Sperre wieder zurück und übernahm die Binde, die unter der Woche noch Gino Windmüller getragen hatte.

Kaum war die Partie angepfiffen, wurde es turbulent. Als Grund kurz nach dem Anpfiff plötzlich allein vor Martin Kompalla stand – von Vojno Jesic mustergültig bedient. Im direkten Gegenzug schlug Tsiy William Ndenge eiskalt zu und besorgte die frühe Gladbacher Führung (2.).

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Und Jan Siewert hatte mit seiner Prognose, dass die Mannschaft mit dem ersten Treffer das Spiel gewinne, im Vorfeld goldrichtig gelegen. Ebenso einfach wie das erste, fiel auch das zweite Tor. Diesmal legte Ndenge für Rodriguez auf, der spazierte über die rechte Seite und lupfte über Heimann hinweg zum 2:0 (30.). Nicht weniger bequem hatte es Marlon Ritter, der in der 60. Minute auf 3:0 erhöhte. Da hatte auch die in den ersten 45 Minuten noch halbwegs souveräne Innenverteidigung der Rot-Weissen ihren Dienst quittiert.

Nach Binders Treffer wurde das Essener Spiel energischer, aber lange noch nicht überzeugend. Und es bleibt abzuwarten, ob die Fanseele sich bis zum Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf II wieder beruhigt hat.

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