Wuppertaler SV 5, KFC Uerdingen 0. So lautete das Endergebnis im Spitzenspiel der Oberliga Niederrhein. Wer hätte das vor dem Anpfiff gedacht?

KFC-Boss Lakis ist enttäuscht

"Das war blamabel"

Krystian Wozniak
07. September 2015, 13:26 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Wuppertaler SV 5, KFC Uerdingen 0. So lautete das Endergebnis im Spitzenspiel der Oberliga Niederrhein. Wer hätte das vor dem Anpfiff gedacht?

Das Starensemble des KFC enttäuschte ihren Trainer, die mitgereisten Fans und allen voran die Chefabteilung um Präsident Lakis und seinen Stellvertreter Mikhail Ponomarev auf der ganzen Linie. Einen Tag nach der indiskutablen Vorstellung der Blau-Roten sprach RevierSport mit Lakis.

Lakis, können Sie diese Niederlage einen Tag danach erklären?
Nein! Ich bin einfach nur sprachlos und enttäuscht. Das war einfach blamabel! Da gibt es nichts zu entschuldigen. Okay: Unser Torwart Daniel Schwabke hat vielleicht nicht den besten Tag erwischt und sah zwei-, dreimal sehr unglücklich aus, aber das darf keine Ausrede sein. Dafür hat Daniel uns in den vergangenen Spielen schon einige Male den Hintern gerettet. In Wuppertal war die Mannschaftsleistung einfach enttäuschend. Das ist nur schwer zu erklären. Mikhail Ponomarev war so enttäuscht, dass er schon kurz vor der Halbzeit das Stadion verlassen hat. Ich konnte auch nur schwer einschlafen. Das war für uns alle ein gebrauchter Sonntag.

Der Trainer hat alle Wunschspieler erhalten und die Mannschaft ist mittlerweile einige Wochen beisammen. In den nächsten Spielen wollen wir Ergebnisse sehen
Lakis

Bisher kommt die Mannschaft nicht so richtig in Tritt. Das Uerdinger Spiel sieht nicht gut aus. Die Abläufe scheinen noch nicht zu stimmen...
Das alles sehen wir auch. Wir haben sicherlich keinen Traumstart hingelegt. Doch wir müssen alle die Ruhe bewahren. Wir haben aktuell fünf Spieltage absolviert und noch 29 Partien vor der Brust. Aber wir werden uns in der Tabelle nichts schönzählen und - was die Spielweise angeht - auch nichts schönreden. Der Trainer hat alle Wunschspieler erhalten und die Mannschaft ist mittlerweile einige Wochen beisammen. In den nächsten Partien wollen wir Ergebnisse sehen.

Sie haben sich ganz klar den Aufstieg auf die Fahne geschrieben. Aktuell beträgt der Rückstand fünf Punkte. Muss sich auch Michael Boris um seinen Job Sorgen machen?
Ach, Quatsch! Neben Mikhail Ponomarev und mir ist Michael Boris der ehrgeizigste Mann im Verein. Er arbeitet Tag und Nacht für den Erfolg. Er wird dieses Spiel und die Situation analysieren und die Jungs in die Spur bringen. Da bin ich mir ganz sicher. Wir haben da vollstes Vertrauen in unseren Trainer. Deshalb wird es jetzt auch keine Brand- oder Wutrede unsererseits geben. Das überlassen wir alles dem Coach.

Ein anderes Thema: Wie haben Sie reagiert, als dem KFC Rot-Weiss Essen zugelost wurde?
Wir haben uns alle gefreut. Das ist doch das Traumlos im Niederrheinpokal. Alle wollen auf RWE treffen. Wir haben dieses Heimspiel bekommen und wollen uns für die letzte Klatsche an der Hafenstraße sowie das Aus im Elfmeterschießen im Niederrheinpokal revanchieren. Doch bis dahin müssen wir in der Liga einige positive Ergebnisse erzielen, um auch die Krefelder Fußballfans für dieses Spiel zu begeistern.

Mit welcher Zuschauerzahl rechnen Sie?
Aktuell würde ich sagen, dass 6000 bis 8000 Fans kommen werden. Sollten wir in der Liga aber gute Ergebnisse erzielen, dann könnte schon die 10.000er Marke geknackt werden. Doch das ist alles Zukunftsmusik. Wir müssen erst unseren Alltag, und der heißt Obeliga Niederrhein, erfolgreich bestreiten.

Autor: Krystian Wozniak

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