Die SSVg. Velbert bleibt eine der positiven Überraschungen in der jungen Regionalliga-Saison.

Velbert

Mit "riesigem Willen" und Dropkick ins Glück

05. September 2015, 18:30 Uhr
Foto: Deutzmann

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Die SSVg. Velbert bleibt eine der positiven Überraschungen in der jungen Regionalliga-Saison.

Am Samstag trotzte der Aufsteiger dem Meister aus Mönchengladbbach ein 2:2 (0:1) ab. Aus Sicht von SSVg.-Trainer André Pawlak war der Punktgewinn, der erst in letzter Minute zustande kam, "absolut verdient" - gerade weil es in einem mitreißenden Spiel lange nicht besonders gut aussah für die Bergischen.

So wurde ein vermeintlicher Kopfballtreffer von Milko Trisic (18. Minute) wegen Abseits aberkannt. Diese Entscheidung war aus Sicht von Gästetrainer Pawlak schon zweifelhaft, der Elfmeterpfiff von Mitja Stegemann hingegen "ein Witz". Was war passiert? Aus Sicht von Pawlak war Malte Berauer nach einem Zweikampf mit Erhan Zent viel zu leicht gefallen - Marlon Ritter war's egal: Mit dem Pausenpfiff erzielte er die Führung für die kleine Borussia.

"Nun bloß nicht kopflos anrennen", lautete das Motto in der Kabine, doch dann das 0:2 aus Sicht von Velbert - und wieder Diskussionen. Nach einer Bogenlampe von Niklas Andersen holte sich Philipp Sprenger den zweiten Ball. Ein Rückpass, befand Stegemann und entschied auf Freistoß. Den fackelte Ritter "mit 180 km/h" (Pawlak) ins Netz. Pawlak stellte auf ein 4-1-4-1 um und seine Wechsel zündeten. Wenn auch spät: David Müller besorgte aus rund 16 Metern den Anschluss (83.), ein Dropkick-Traumtor von Kevin Hagemann den Ausgleich (90.+1). "Das war eine super leistung, ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen", platzte Pawlak fast vor Stolz, dass sich seine "Löwen" noch einen Punkt geholt hatten.

Zwei Dinge sind aus Sicht des A-Lizenzinhabers der Schlüssel zum bisherigen Erfolg - schließlich sind die Blau-Weißen Fünfter: Erstens der "riesige Siegeswillen", zweitens die Konditon. "Wir konnten auch gegen die Reserve einer Profi-Mannschaft in der Schlussphase noch ein hohes Tempo gehen", hielt der Ex-Wattenscheider fest. Worauf sich Rot-Weiss Essen also schon mal einstellen sollte. Am Samstag (14 Uhr) ist das Liga-Schwergewicht bei der selbstbewussten Sport- und Spielvereinigung zu Gast.

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