Kostic könnte im Winter zu Schalke wechseln. Gegen die eigene U23 gab es ein 2:3.

Schalke

2:3 gegen eigene U23, neuer Anlauf bei Kostic

Manfred Hendriock
03. September 2015, 21:29 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Kostic könnte im Winter zu Schalke wechseln. Gegen die eigene U23 gab es ein 2:3.

Auf den Parkplätzen an der Schalker Geschäftsstelle ist derzeit jede Menge Platz – viele Mitarbeiter sind in der Länderspielpause ausgeflogen. Auf dem Rasen muss aber langsam wieder Normalität einkehren: Nach dem Verkauf von Julian Draxler muss es Trainer André Breitenreiter irgendwie gelingen, die Lücke zu schließen, die sein „bester Spieler“ hinterlassen hat. „Wir haben immer noch genügend Alternativen“, glaubt Manager Horst Heldt und nennt vier Namen: Eric Maxim Choupo-Moting, Leroy Sané, Leon Goretzka und Sidney Sam. Ärgerlich aber, dass während der Länderspielpause mit Sam nur ein einziger davon auf Schalke ist. Insgesamt sind neun Profis auf Reisen.

Bisher macht er das gut
Heldt über Sam

Deswegen kann man es gewiss nicht überbewerten, dass Schalkes Profis mit einer Rumpf-Elf am Donnerstag ein internes Testspiel im Parkstadion gegen die eigene U23 mit 2:3 (0:1) verloren haben. Dennoch dürfte Breitenreiter von der Leistung gegen die in der Regionalliga noch sieglose Zweitvertretung nicht begeistert gewesen sein. Sidney Sam spielte über 90 Minuten: Zunächst auf dem rechten Flügel, dann auf der linken Seite in der Draxler-Rolle und zum Schluss schließlich im Zentrum. Bäume konnte er aber keine ausreißen.

Der 27 Jahre alte Stürmer soll nach der Länderspielpause wieder fest zum Profi-Kader gehören – das sah das Aufbauprogramm vor, das man ihm nach seiner Begnadigung verordnet hatte. Nun bekommt der Ex-Nationalspieler seine zweite Chance auf Schalke, und die ist nach dem Draxler-Verkauf jetzt umso größer. „Bisher“, hatte Heldt schon vor einer Woche anerkennend gesagt, „macht er das gut.“

Breitenreiter warnt, Sané nicht zu überfordern

Erste Wahl als Flügelspieler dürften aber zunächst Eric Maxim Choupo-Moting und Leroy Sané sein. Beide können rechts wie links eingesetzt werden. Bei dem 19 Jahre alten Talent Sané muss man aber zunächst abwarten, wie er sich entwickelt und ob er schon den erhöhten Anforderungen gewachsen ist. „Leroy ist ein super Junge, aber man muss ihn nicht zu groß machen“, warnt André Breitenreiter.

Auf den Außenpositionen erprobt ist auch schon Leon Goretzka: Der Ex-Bochumer spielte über weite Strecken der Vorbereitung als Pendant zu Draxler auf der rechten Seite – das funktionierte eigentlich recht gut, ehe er kurz vor dem Saisonstart auf die Doppel-Sechs wechselte und zuletzt zweimal auf der Bank saß. Doch Goretzka kann die rechte Seite spielen, auch in seiner ersten Saison auf Schalke gab er hier eine gute Figur ab und schaffte es am Ende sogar einmal bis in die Nationalelf.
Neuer Anlauf bei Kostic im Winter

Indes: Insgesamt ist Schalkes Kader nun auf Kante genäht, da es nach dem Draxler-Verkauf keinen weiteren Neuzugang mehr gab. Trainer und Manager hatten sich auf den Stuttgarter Filip Kostic als möglichen Nachfolger festgelegt, doch nachdem der VfB die ersten drei Bundesligaspiele allesamt verloren hatte, wollten die Schwaben keinen Leistungsträger mehr abgeben und waren nicht bereit, überhaupt über Kostic zu verhandeln. Der Spieler wäre gerne nach Schalke gekommen und es scheint gut möglich, dass Schalke im Winter noch einmal einen Vorstoß unternimmt, um den Transfer doch noch über die Bühne zu bringen.

Kostic hat auf Schalke übrigens schon einmal einen ganz guten Eindruck hinterlassen: Im Frühjahr machte er bei der unglücklichen 2:3-Niederlage des VfB in der Arena ein ganz starkes Spiel und erzielte auch ein Tor.

Autor: Manfred Hendriock

Mehr zum Thema

Kommentieren