Der KFC und Präsident Lakis feiern wieder einen spektakulären Transfercoup. Auf den ersten Blick ist Mo Idrissou ein Kracher, aber dahinter steckt viel mehr – ein Kommentar.

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Uerdingens riskanter Coup mit Idrissou

14. August 2015, 14:06 Uhr
Foto: KFC Uerdingen

Foto: KFC Uerdingen

Der KFC und Präsident Lakis feiern wieder einen spektakulären Transfercoup. Auf den ersten Blick ist Mo Idrissou ein Kracher, aber dahinter steckt viel mehr – ein Kommentar.

Uerdingens Macher „Lakis“ schmückt sich gern mit Stars. Vor fünfeinhalb Jahren war es Ailton, jetzt Idrissou. Spaßfußballer „Toni“ fiel auf dem Platz eher mit seinem am Bauch spannenden Trikot als sportlichen Großtaten auf, aber mit seiner knuffigen Art sorgte er immerhin noch für jede Menge positive PR für den Fünftligisten. Dass dies auch bei Idrissou der Fall ist, ist ungewiss.

Denn der Ex-Nationalspieler Kameruns muss in der fünften Liga erstmal zurechtkommen. Diese Umstellung allein wird schon nicht einfach sein. Hinzu kommt, dass alle Gegner nun gegen den "KFC Idrissou" besonders motiviert sein werden. Nicht zuletzt haben die Verantwortlichen der Blau-Roten sich selbst gehörig unter Druck gesetzt: Der Aufstieg ist mit solch einer Verpflichtung einfach Pflicht!

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Denn was der KFC Uerdingen mit diesen Personalien bezwecken will, ist klar: In der Oberliga Niederrhein ist nicht der große Fußball zu Hause, die Gegner heißen Hiesfeld, Schonnebeck und Hönnepel-Niedermörmter. Mit einem Promi wie Idrissou im Kader steht der Klub ganz anders im Blickpunkt der Medien und Zuschauer.

Idrissou hingegen wird versuchen, mit guten Leistungen auf dem Platz, seinen ramponierten Ruf zu polieren. Zuletzt spielte er in Israel und Mazedonien, dann war er vereinslos und trainierte bei Preußen Münster. Und wer in letzter Zeit nach Schlagzeilen über Idrissou suchte, wurde auch schnell in der Yellow Press fündig. Die „Bild“ berichtete über eine Unterhaltsklage, die Idrissous empörte Ex-Freundin angestrengt hatte. Während die Mutter des gemeinsamen Sohnes Levy auf einen fünfstelligen Euro-Betrag wartete, präsentierte der jahrelang vermutlich bestens verdienende Profi auf Facebook seine neuen Edel-Sneaker beim Shopping in Düsseldorf. Auch acht Profistationen in 13 Jahren, seitdem er in Deutschland kickte, dokumentieren, dass er eher den Prototypen des Fußball-Söldners verkörpert als einen Musterprofi.

Auf die Idee, die Rückkehr in die Regionalliga könne man auch mit weniger prominenten und jüngeren Spielern erreichen, werden sie auch in Uerdingen vielleicht noch einmal kommen.

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