Der erste richtige Härtetest während der Vorbereitung in Kaprun war keine totale Enttäuschung. Trotz der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den türkischen Vizemeister und Pokalsieger Besiktas Istanbul hinterließen die Zebras in vielen Bereichen positive Eindrücke. Hervorzuheben: Julian Filipescu, der hinten konsequent löschte, im zweiten Durchgang als Abwehrchef fungierte. Einziges Manko: Im Abschluss fehlte beim Rumänen der letzte Tick bei insgesamt zwei guten Möglichkeiten. Ebenfalls auffällig: Mo Idrissou, der trotz knallharter Einheiten ein extremes Laufpensum absolvierte, sowohl vorne als auch hinten zu finden war.

MSV Duisburg - Besiktas Istanbul 0:1 / Schlicke gibt Binde ab!

Grlic: "Wundertüte"

tt
18. Juli 2007, 21:13 Uhr

Der erste richtige Härtetest während der Vorbereitung in Kaprun war keine totale Enttäuschung. Trotz der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den türkischen Vizemeister und Pokalsieger Besiktas Istanbul hinterließen die Zebras in vielen Bereichen positive Eindrücke. Hervorzuheben: Julian Filipescu, der hinten konsequent löschte, im zweiten Durchgang als Abwehrchef fungierte. Einziges Manko: Im Abschluss fehlte beim Rumänen der letzte Tick bei insgesamt zwei guten Möglichkeiten. Ebenfalls auffällig: Mo Idrissou, der trotz knallharter Einheiten ein extremes Laufpensum absolvierte, sowohl vorne als auch hinten zu finden war.

"Bis auf das eine Ding haben wir uns gut aus der Affäre gezogen, wir hätten sogar selbst in Führung gehen können. Im Zweikampf-Verhalten waren wir einen Schritt zu langsam, das wird sich in den nächsten Spielen aber garantiert bessern", resümierte Verteidiger Björn Schlicke.

Jetzt trifft der MSV beim Wüstenrot-Cup am Freitag um 16 Uhr im kleinen Finale auf Dinamo Budweis. Das Endspiel bestreiten Dynamo Bukarest (2:1 über die Bier-Städter) und Besiktas. Duisburg-Boss Walter Hellmich, der dem Fehlen von Mihai Tararache (Zahn gezogen, fünf Tage Antibiotikum, drei Tage Trainingspause) nachtrauerte, bilanzierte: "Die Jungs haben nicht enttäuscht."

Interessant: Björn Schlicke, der die Zebras im letzten halben Jahr als Kapitän aufs Feld führte, lief ohne Binde auf. "Ich bin zum Trainer gegangen und habe gesagt, dass ich das Amt nicht mehr ausüben möchte", erklärte der Ex-Kölner, der seine Gedanken schon via RevierSport kundgetan hatte. Ivica Grlic übernahm die symbolische Führungs-Rolle. Der Mittelfeld-Mann: "Lassen wir uns mal überraschen, wer in der neuen Saison Kapitän wird. Den Job übernimmt sicherlich einer der Etablierten. Der MSV ist eine Wundertüte." Der Bosnier ergänzt: "So wichtig ist das alles gar nicht, es kommt darauf an, dass wir drinbleiben."

Viel mehr über das MSV-Trainingslager in unserer morgigen Ausgabe.

MSV: Starke (46. Beuckert) – Weber, Filipescu, Schlicke (46. Willi), Caceres – Lamey, Grlic, Tiffert (69. Neumayr), Georgiev (46. Mokhtari) – Idrissou (80. Mölders), Lavric (46. Ishiaku) Tor: 0:1 Karadeniz (87.) Zuschauer: 2517

Autor: tt

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