Beim Spiel gegen den Chemnitzer FC sah Kapitän Mats Hummels nach der Pause deutlichen Verbesserungsbedarf - und auch davor war nicht alles perfekt.

BVB

Hummels ist zufrieden - mit erster Halbzeit

Sebastian Weßling
09. August 2015, 20:33 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Beim Spiel gegen den Chemnitzer FC sah Kapitän Mats Hummels nach der Pause deutlichen Verbesserungsbedarf - und auch davor war nicht alles perfekt.

Wir haben das Gespräch nach dem Pokalsieg in der Mixed Zone mitgeschnitten.

Mats Hummels, 2:0 gewinnt Borussia Dortmund beim Chemnitzer FC. Sind Sie zufrieden?
In der ersten Halbzeit haben wir das sehr gut gemacht, haben Chemnitz keinen Schuss aufs Tor erlaubt, haben selbst Chancen gehabt zum 2:0, 3:0, eventuell sogar 4:0 - da müssen wir auf jeden Fall deutlicher führen. Das ist etwas, was uns häufiger passiert. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel etwas zu sehr offen werden lassen, sodass Chemnitz wieder angefangen hat, dran zu glauben. Dann haben sie einen guten Schuss von Anton Fink, den Roman sehr gut hält, und noch ein, zwei Situationen, die ein bisschen kribbelig wurden.

Aber das zweite Tor hat der BVB gemacht.
Und mit dem 2:0 war der Deckel drauf. Mit der zweiten Halbzeit sind wir nicht so zufrieden, mit der ersten könnten wir es sein - wenn wir da noch mindestens ein Tor mehr geschossen hätten.

Woran lag es denn, dass Chemnitz zwischendurch richtig Druck machen konnte?
Das haben wir im Pokal schon oft erlebt: Wenn die Mannschaften merken, sie haben eine Chance, legen sie noch ein paar Prozentpunkte drauf. Wir haben unnötig lang den Ball gehalten und ihn dann verloren und uns so das Leben selbst schwer gemacht. Das ist etwas, was wir noch verbessern müssen, woran wir arbeiten, was auch in vielen Situationen schon gut aussieht. Aber natürlich leichter abgerufen wird, wenn das Spiel nicht so eng ist, sondern es schon 3:0 steht.

Trainer Thomas Tuchel hat auch dieses Mal sehr viel von der Seite eingewirkt, Anweisungen gegeben und dirigiert. Wie nah ist die Mannschaft schon an dem Fußball, den er sich vorstellt?
Man kann es immer mal wieder abrufen, aber wir wollen es natürlich über 90 Minuten machen. Das dauert ein bisschen, bis man es verinnerlicht hat, bis es automatisch abläuft und in Fleisch und Blut übergegangen ist. Viele der Sachen haben wir natürlich schon drin, der Fußball wird ja nicht komplett neu erfunden. Es geht um Details auf dem Niveau. Die Grundlagen kennen wir alle, an den anderen Dingen arbeiten wir im Training und im Spiel. Es ist auch schon besser geworden. Wir haben in der ersten Halbzeit gegen eine Mannschaft, die nur verteidigt hat, sehr viele Chancen herausgespielt - das war ja auch ein Manko der letzten Jahre.

Der Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach wird trotzdem ein anderes Kaliber.
Es wird ein richtig gutes Spiel, Gladbach hat sich zu einer Top-Mannschaft in Deutschland entwickelt. Wir wissen, dass sie unheimliche Qualität haben. Aber wir haben ein Heimspiel, wir wollen das Spiel von Anfang an bestimmen und selbstverständlich mit einem Sieg starten - aber das wollen alle anderen Mannschaften auch.

Autor: Sebastian Weßling

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren