Das Vorbereitungsspiel von Rot-Weiss Essen gegen den 1. FC Kaiserslautern II war mit einer größeren Spannung erwartet worden, als es vor Testkicks üblich ist.

RWE

Großteil der Startelf steht

27. Juli 2015, 12:39 Uhr
Foto: Ketzer

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Das Vorbereitungsspiel von Rot-Weiss Essen gegen den 1. FC Kaiserslautern II war mit einer größeren Spannung erwartet worden, als es vor Testkicks üblich ist.

Der Grund: Es war der letzte Härtetest vor dem Start. Aufstellung und Ausrichtung der Mannschaft dürfen durchaus als richtungsweisend gelten. Es ergibt sich somit bereits ein klares Bild davon, was Trainer Jan Siewert zum Auftakt gegen den SC Wiedenbrück am kommenden Samstag (1. August, 14 Uhr) vorhat. RevierSport wirft einen Blick auf die engsten Entscheidungen im Kader und sagt, wie die voraussichtliche Startelf aussehen wird.

System:
Siewert betonte oft genug, dass er RWE variabel aufstellen möchte. Die Formation, in der die Mannschaft aufläuft, kann sich also regelmäßig ändern – auch innerhalb eines Spiels. Trotzdem hat jede Fußballmannschaft eine Grundordnung, auf die sie im Großteil der Partien zurückgreift. Seit dem Lautern-Spiel darf man davon ausgehen, dass Essen in der kommenden Saison meistens im 3-5-2-System auflaufen wird.

Torwart:
Die alte Nummer eins ist auch die neue. Siewert hat sich dafür entschieden, [person=12310]Niclas Heimann[/person] weiter das Vertrauen zu schenken. Eine nachvollziehbare Entscheidung, denn Heimann machte in der Vorbereitung da weiter, wo er Ende der letzten Saison aufgehört hat. Der 24-Jährige agierte souverän und machte keine Fehler. Siewert sieht ihn deshalb „eine Nasenspitze vorne“ gegenüber seinem größten Konkurrenten Robin Heller. Ex-Zebra Tom Gubini muss sich hinten anstellen.

Dreierkette:
Hier sind zwei von drei Positionen fest vergeben. [person=3671]Philipp Zeiger[/person], eine der Konstanten der letzten Saison, und Neuzugang [person=2110]Gino Windmüller[/person] sind in der Dreierkette gesetzt. Leon Binder verpasst aufgrund seiner Verletzung den Saisonstart, deshalb streiten sich Richard Weber und Neuzugang Moritz Fritz um den verbleibenden Platz. Die beiden ehemaligen Schalker liefern sich ein enges Rennen, dessen Ausgang auch wenige Tage vor Saisonbeginn schwer vorherzusagen ist. Da Fritz zwischenzeitlich verletzungsbedingt pausieren musste, könnte Weber ihm in Sachen Fitness leicht voraus sein.

Die Außenbahnen:
Auf rechts ist die Sache klar: Dass Iyad Al Khalaf im letzten Test durchspielen durfte, hat für den Ex-Leipziger keinen Vorteil. [person=29417]Jeffrey Obst[/person] ist die absolute Wunschlösung, er wird die rechte Außenbahn beackern und soll mit seiner Schnelligkeit und seinen weiten Einwürfen eine Waffe werden. Auf links sieht die Situation ganz anders aus. Mit Patrick Huckle, Tolga Cokkosan und Kevin Grund gibt es aktuell drei Kandidaten für eine Position, Tobias Steffen ist verletzungsbedingt zurzeit außen vor. Hier könnte die Erfahrung zunächst den Ausschlag zugunsten von Huckle geben. Zwar war er in der Vorbereitung nicht fehlerfrei, doch für seine Konkurrenten gilt ähnliches.

Die Zentrale:
Dass [person=3566]Benjamin Baier[/person] und [person=29636]Kasim Rabihic[/person] die defensive Zentrale gemeinsam beackern werden, steht praktisch fest. Der letztjährige Kapitän und der stark aufspielende Neuzugang von 1860 München II sind gesetzt. Für Daniel Grebe bleibt zunächst nur ein Platz auf der Bank. Ein kleines Fragezeichen steht noch auf der Zehner-Position. Vojno Jesic kam gegen Kaiserslautern II von Beginn an zum Einsatz, doch Cebio Soukou drängt nach seiner langen Doping-Sperre ebenfalls zurück in die erste Elf. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Amar Cekic wird sich wohl zunächst mit einem Bankplatz begnügen müssen.

Der Sturm:
Die Doppelspitze dürfte zum Saisonstart von [person=25120]Kevin Behrens[/person] und [person=2002]Marwin Studtrucker[/person] gebildet werden. Studtrucker hat eine starke Vorbereitung hinter sich und zeigte sich treffsicher. Da er in der letzten Saison vor allem gegen seinen Ex-Klub Wiedenbrück stark aufspielte, stehen seine Chancen auf einen Platz in der ersten Elf im ersten Spiel gut. Kevin Behrens kam gerade rechtzeitig in Fahrt. Dadurch hat sich der Neuzugang von Alemannia Aachen einen kleinen Vorsprung gegenüber Platzhirsch Marcel Platzek erarbeitet, der in der Vorbereitung noch kein Tor geschossen hat.

Die voraussichtliche Aufstellung zum Start:
Heimann - Windmüller, Zeiger, Weber - Obst, Baier, Jesic, Rabihic, Huckle - Studtrucker, Behrens.

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