Durch den 4:0-Sieg über den 1.FC Kleve fand der Jubel beim SC West keine Grenzen. Für Verteidiger Tim Kosmala war das sogar noch das beste Schmerzmittel.

LL-Aufstiegsrelegation

Kosmala trotzt der Schulterverletzung

11. Juni 2015, 18:37 Uhr
Foto: Tim Müller

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Durch den 4:0-Sieg über den 1.FC Kleve fand der Jubel beim SC West keine Grenzen. Für Verteidiger Tim Kosmala war das sogar noch das beste Schmerzmittel.

Schließlich stand der Einsatz des 22-jährigen Innenverteidigers lange auf der Kippe. Im letzten Ligaeinsatz am vergangenen Sonntag bei Bayer Dormagen fiel er unglücklich auf die Schulter und musste zur Halbzeit runter. Für ihn doppelt ärgerlich, da er bis dahin keine einzige Spielminute der Saison verpasst hatte.

"Wir haben die Schulter getapet, bandagiert, massiert, einfach alles gegeben, damit es klappt und es ist dann ja auch gut gegangen. Für so eine Mannschaft macht man das natürlich gerne", grinst der ehemalige Velberter bis über beide Backen. Im ersten Aufstiegsrelegationsspiel selbst hat er dann von seiner Verletzung überhaupt nichts mitbekommen: "Das ist dann einfach nur noch Adrenalin pur. Da denkt man nicht nach, sondern gibt einfach nur Vollgas. Der Trainer hat mich auch mehrmals gefragt, ob ich raus will, aber ich bin ein Kämpfertyp. Das stand nie zur Diskussion."

Das dürfte sich bis nächsten Mittwoch, wenn das große Aufstiegs-finale gegen den FSV Duisburg steigt, nicht ändern. "Da kann eigentlich gar nichts passieren", ist sich Kosmala sicher, zumal er auch einer drohenden Gelb-Sperre entkommen ist. "Da muss schon viel passieren."

Dementsprechend groß ist die Vorfreude des bei Borussia Mönchengladbach ausgebildeten Defensivspezialisten. In Duisburg erwartet Kosmala einen heißen Tanz: "Das wird wirklich schwer. Duisburg hat eine gute Mischungen aus erfahrenen und jungen Spielern. Außerdem wird die Hütte da auch richtig voll. Wir müssen zusehen, dass wir die ersten 15-20 Minuten gut überstehen."

Ein ähnlich guter Start wie gegen Kleve wäre dabei wohl das beste Rezept, um letztendlich hoch in die Oberliga zu gehen. Kosmala setzt dabei auf die Kopfballstärke der Oberkassler, die schon gegen Kleve für alle vier Treffer sorgte: "Ich glaube, dass die gegnerischen Verteidigungen damit viele Probleme haben, weil sie nicht wissen, beispielsweise bei Standards, wen sie da nehmen sollen. Zudem bekommen wir von außen meist überragende Flanken, bei denen man einfach nur den Kopf hinhalten braucht und das Ding ist drin. Wenn gegen Duisburg wieder eine Flanke nach der anderen kommt, klappt das bestimmt schon irgendwann."

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