Rostock-Rumoren! Das ist deutlich rund um die Hafenstraße zu vernehmen. Kein Wunder, gegen den Aufstiegsaspiranten, der am heutigen Montag ab 20.15 Uhr im Georg-Melches-Stadion aufläuft, stehen 90 teuflisch-existenzielle Minuten an. Ein echter Nervenkitzel, den man deutlich anmerkt.

Köstner: "Ich kämpfe bis zuletzt" - Rostock-Rumoren

Fight, Nervenkitzel, Brisanz - Die nackte Wahrheit live via TV

30. April 2007, 13:28 Uhr

Rostock-Rumoren! Das ist deutlich rund um die Hafenstraße zu vernehmen. Kein Wunder, gegen den Aufstiegsaspiranten, der am heutigen Montag ab 20.15 Uhr im Georg-Melches-Stadion aufläuft, stehen 90 teuflisch-existenzielle Minuten an. Ein echter Nervenkitzel, den man deutlich anmerkt. "Ich kenne kein anderes Ziel als den Erhalt der Liga für RWE", faucht es Coach Lorenz-Günther Köster, der seine Kombo in einem Hotel versammelt, geradezu in die Notizblöcke der Journalisten, "ich kämpfe bis zuletzt." Das ist offiziell der 20. Mai, ein Sonntag um 14 Uhr, das Gastspiel von RWE beim MSV Duisburg. Dann soll er - nach lateinischer Bedeutung seines Namens - der Lorbeerbekränzte sein, ein Symbol des Siegers.

Zukunftsmusik, nur der Gang gegen die Ostseestädter zählt. Köstner: "Ich habe immer weiter gefightet, als andere das schon nicht mehr taten. Ich weiß, es wird kolportiert, ich hätte keine Zukunft mehr bei RWE."[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/543-547_preview.jpeg Will am Saisonende abrechnen: Lorenz-Günther Köstner. (Foto: firo)[/imgbox]

Ob Klassenerhalt oder auch nicht. Der 55-Jährige spricht davon, "am Ende abzurechnen", betont auch, "die Truppe ist gut drauf." Die Physis ist gegen Hansa unerlässlich, spielerischer Esprit wäre auch nicht schlecht, zuletzt - beim 0:0 in Aue - war das eher mächtige Mangelware. Köstner ist absolut davon überzeugt, dass "die Mannschaft an sich glaubt." Es wäre bitter, wenn das nicht mehr der Fall wäre, "sie wissen, sie können es packen."
Es geht darum, "dass alle mitziehen." Was aus Sicht des Fußball-Pädagogen nicht immer der Fall war, er sah "Maulhelden und Quertreiber", dazu auch "Langzeitverletzte und Kranke." Für den ehemaligen Freiburger sollen das aber alles "keine Entschuldigungen sein".

Seiner berechtigt dokumentierten Gesamtausbeute von 1,16 Zählern aus 21 Matches setzt Köstner genauso berechtigt die Rückrunden-Rechnerei von "17 Punkten und 16:14 Toren nach 13 Begegnungen", entgegen, "wir waren vor diesem Spieltag auf Rang neun in der Rückrunden-Rangliste." Alles statistische Stimulanzen, nur die Tabelle nach der letzten Runde, an jenem 20. Mai, trifft eine Aussage, die nicht mehr umkehrbar sein wird.

Familienvater Köstner bleibt mit seinem Gefolge nur eines: "Wir müssen gewinnen." Messerscharf erkannt, alles auch eine Kopfsache, alles brisant, nervenkitzelnd, aufwühlend, explodierend - eskalierend? Köstner: "Warten wir ab, wer vielleicht zuerst die Geduld verliert." Alles live im DSF, alles brühwarm, alles ungeschminkt - die nackte Wahrheit.

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