Was sich angesichts der jüngsten Misserfolgs-Serie von zwei Punkten aus den letzten vier Spielen abzeichnete, ist nun offiziell: Der WSV hat Trainer Uwe Fuchs und seinen Assistenten Thomas Stickroth vor die Tür gesetzt.

WSV BORUSSIA: Ex-Coach folgt Fuchs

Runge: "Das hat man selten"

gri
27. April 2007, 09:22 Uhr

Was sich angesichts der jüngsten Misserfolgs-Serie von zwei Punkten aus den letzten vier Spielen abzeichnete, ist nun offiziell: Der WSV hat Trainer Uwe Fuchs und seinen Assistenten Thomas Stickroth vor die Tür gesetzt. "Wir hätten Thomas vielleicht behalten, aber die beiden sind einfach zu eng befreundet, diese Konstellation hätte nichts gebracht", erklärt Präsident Friedhelm Runge.

Daher handelten die Entscheidungs-Gremien, verpflichteten Wolfgang Jerat, der den WSV bereits zwei Mal trainierte und 1992 in die 2. Bundesliga führte. Der Fußball-Lehrer war in den vergangenen Monaten häufig im Stadion am Zoo zu Gast, da sein Sohn Tim für den WSV kickt.

Vorläufig wird der Coach für den Rest der Saison das Kommando übernehmen, assistiert vom Trainer-Novizen Markus Bayertz und Joachim Hopp ("Ich habe gerne Stress"), der weiterhin das Oberliga-Team coachen wird. "Wir hatten noch keine Zeit, uns Gedanken über die Vertrags-Dauer zu machen", erklärt Runge, der mit dem Linien-Chef auch noch nicht über Zahlen sprach: "Wolfgang Jerat ist einer, der erst anpackt und dann fragt, was es gibt. Das hat man mittlerweile selten." Jerat fügt grinsend an: "Ich hoffe, dass ich überhaupt etwas bekomme. Wenn wir aufsteigen, wird es sehr schwer für mich, aus Wuppertal rauszufahren, ohne verhaftet zu werden."

Noch gelingt ihm das, am Dienstag beobachtete der 52-Jährige den kommenden Gegner Bremen II im Nachholspiel gegen St. Pauli. Gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter Achim Weber, den er einst als Stürmer aus Wuppertal verbannte. "Danach habe ich halt für andere Clubs meine Tore geschossen", formuliert Weber, und auch Runge betont: "Die Sache ist vom Tisch." So dass sich alle Beteiligten auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren können, wie der stellvertretende Vorsitzende Harald Hübener erklärt: "Wir haben zwei Ziele, den ARAG-Cupsieg und den Aufstieg. Wir werden alles tun, um das doch noch irgendwie möglich zu machen."

Autor: gri

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