Mit der 0:2-Niederlage gegen Werder Bremen mussten die Borussen einen weiteren Wirkungstreffer registrieren, doch der muss so schnell wie möglich weggesteckt werden, sonst gehen die Dortmunder endgültig K.O.. Coach Thomas Doll:

BVB: Neues Erfolgsrezept: Mit Standards aus dem Abstiegskeller

Doll: "In Berlin zeigen, dass wir erstklassig bleiben wollen"

20. April 2007, 08:09 Uhr

Mit der 0:2-Niederlage gegen Werder Bremen mussten die Borussen einen weiteren Wirkungstreffer registrieren, doch der muss so schnell wie möglich weggesteckt werden, sonst gehen die Dortmunder endgültig K.O.. Coach Thomas Doll: "Klar hat es am letzten Sonntag einen weiteren Rückschlag gegeben, der war am Montag dann schon wieder abgehakt. Wir müssen uns nun ganz auf Berlin konzentrieren und uns kämpferisch neu aufstellen." Wenn es nach dem Fußball-Lehrer geht, vor allem im ewigen Sorgenkind Attacke. "Im Offensivbereich haben wie zu wenig Durchschlagsvermögen an den Tag legen, da müssen wir uns verbessern", erklärt der 41-Jährige.

Trotz der Pleite gegen den Tabellenzweiten hat der Trainer auch Fortschritte gesehen: "Es fällt zwar immer schwer, so etwas genau zu messen, aber für mich haben wir in dieser Hinsicht schon einen Schritt nach vorne gemacht. Gegen Nürnberg und Bielefeld wurde oft mit langen Bällen agiert, jetzt waren wir ballsicherer und mutiger." Deshalb ärgert sich der frühere Hamburger: "Schade, wenn wir eine unserer Chancen in der ersten Halbzeit genutzt hätten, wäre es vielleicht ein ganz anderes Spiel geworden."
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/181-183_preview.jpeg Foto: firo.[/imgbox]
Das wird es in Berlin auf jeden Fall, dabei interessiert es Doll herzlich wenig, dass nun Interimslösung Karsten Heine für Falko Götz auf der Bank sitzt: "Das wird die Situation nicht groß ändern. Ich weiß nicht, ob dadurch ein Spieler schneller oder mehr rennt. Ein Schaulaufen gibt es auch nicht, da am Ende der Saison ja schon wieder ein neuer Trainer kommt." Sein nüchternes Fazit: "Es wird so oder so eine schwere Aufgabe, doch das wäre jede andere Begegnung auch." Stürmer Ebi Smolarek: "Natürlich wäre es schöner und leichter für uns, wenn wir zweimal hintereinander gewonnen hätten, aber wir können auch in Berlin bestehen."

Eines von fünf Endspielen also, davon ist auch Keeper Roman Weidenfeller überzeugt: "Mit einem Dreier gegen Bremen wäre der Blick auf die Tabelle selbstverständlich angenehmer, diese Situation haben wir aber nicht, also werden wir bis zum letzten Spieltag alles geben." In diesem Zusammenhang relativiert sich auch die Partie gegen Schalke als letzter Saison-Heim-Auftritt: "Das wird kein Finale für uns, weil noch eine Woche später in Leverkusen drei Punkte vergeben werden. Wir dürfen uns nicht auf die Königsblauen fokussieren, für uns darf nur der Klassenerhalt Priorität haben."

Vielleicht hilft ja eine neue "Geheimwaffe", an der im Training gefeilt wird. Doll: "Bei Standardsituationen sollten wir gefährlicher werden. Auch so kann man sehr erfolgreich sein, wie die letzte Weltmeisterschaft gezeigt hat." Egal wie, in der Hauptstadt muss gepunktet werden: "Wir müssen nun zeigen, dass wir auch in der neuen Spielzeit in der Bundesliga antreten wollen. In Berlin müssen wir damit anfangen."

Jedoch ohne den verletzten Leonardo Dede. Der BVB-Coach gibt sich in diesen Fall kreativ: "Ich mache mir reichlich Gedanken, wie ich ihn ersetze. Christoph Metzelder könnte ebenso wie Florian Kringe auf diese Position rücken."

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