Der mutmaßliche Wettskandal im italienischen Fußball greift um sich. Mittlerweile stehen neun Spieler, zwei Schiedsrichter und die Führung des Serie-A-Klubs FC Modena unter Verdacht, Spiele verschoben zu haben.

Wettskandal in Italien weitet sich aus

jt
12. Juli 2004, 14:27 Uhr

Der mutmaßliche Wettskandal im italienischen Fußball greift um sich. Mittlerweile stehen neun Spieler, zwei Schiedsrichter und die Führung des Serie-A-Klubs FC Modena unter Verdacht, Spiele verschoben zu haben.

Die italienischen Behörden haben ihre Ermittlungen im Zusammenhang mit möglichen Spielmanipulationen ausgeweitet. Unter Verdacht, mit Fußball-Wetten Spiele verschoben zu haben, stehen mittlerweile neun Spieler aus den drei höchsten Ligen des Landes, zwei Schiedsrichter sowie die Führung des Erstligisten FC Modena.

Bei Modena sind nach Informationen italienischer Medien Präsident Romano Amadei und Sportdirektor Doriano Tosi ins Visier der Fahnder geraten. Auch die Erstliga-Referees Luca Palanca und Marco Gabriele sollen im Zwielicht stehen. Die Namen der verdächtigen Spieler blieben ungenannt.

Der Betrugsverdacht hatte bereits im vergangenen Mai für Aufsehen gesorgt. Die damals in Verdacht geratenen fünf Spieler und acht weiteren Personen sollen in Verbindung mit der neapolitanischen Camorra die Ergebnisse von mehreren Spielen, die auch von Palanca und Gabriele geleitet worden waren, manipuliert haben. Auch die Geschäftsstellen der Serie-A-Klubs AC Reggina, AC Siena und Chievo Verona sowie neun anderer Vereine waren im Zuge der Ermittlungen durchsucht worden.

Autor: jt

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