Landesliga 3: Legat-Elf verliert in Eving

Erster Dämpfer für den Werner SV

03. September 2006, 22:13 Uhr

Einen verdienten 2:0-Sieg der heimischen SG Phönix sahen gut 300 Zuschauer am Evinger Grävingholz. Mit einer spielerisch und kämpferisch geschlossenen Mannschaftsleistung verwies das Landesliga-Urgestein den mit weißer Weste angereisten Werner SV in seine Schranken.[i]Ein Ortstermin [/i]

Dabei zeigte die Mannschaft des Trainergespanns Köhler/Kohlmann schnell, wer an diesem Tag Chef im "Ring" sein würde. Vor allem das starke Mittelfeld, angeführt von Kapitän Mustafa Cankaya und dem spielstarken Giovanni Schiattarella, stellte die Gästeabwehr vor große Probleme. Diese konnte sich oft nur mit langen Bällen befreien. Trotz der deutlichen Überlegenheit musste der Evinger Anhang jedoch bis zur 34. Spielminute auf die Führung seiner Mannschaft warten. Dann gab es einen direkten Freistoß aus etwa 20 Metern. Mesut Aksoy hatte sich geschickt im Rücken der Mauer gelöst und hatte keine Mühe, den Abpraller am gegnerischen Keeper Manuel Mühlenkamp vorbei zum 1:0 einzuschieben.

Fünf Minuten später hätte Tilly Ethirmanasingam bereits alles klar machen können. Sein Schuss verfehlte den gegnerischen Kasten allerdings knapp, so dass es mit dem 1:0 in die Halbzeitpause ging.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_66.jpg "Schlitzohr" Mesut Aksoy (2.v.r.) lauert auf den Abpraller - mit Erfolg.[/imgbox]

Nach Wiederanpfiff musste der WSV etwas mehr für die Offensive tun, scheiterte mit seinen Bemühungen aber immer wieder an der starken Defensive der Evinger, so dass Phönix-Keeper Benjamin Kellner nicht ein einziges Mal ernsthaft geprüft wurde.

Ganz anders sahen die Offensivbemühungen der Heimmannschaft aus. Trotz des tiefen Geläufs überbrückten sie das Mittelfeld mit schnellen Kombinationen, so dass es im Minutentakt im Strafraum der Gäste zu tumultartigen Szenen kam, doch Malte Weigelin, Cagdas Düzgun und Mesut Aksoy vergaben ihre „Hundertprozentigen“ leichtfertig.

So blieb es dem besten Mann auf dem Platz, Mustafa Cankaya, vorbehalten, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Völlig unbedrängt konnte er eine Flanke am Elfmeterpunkt annehmen, ließ noch einen Gegner aussteigen und schob den Ball schließlich durch die Beine von Wernes Schlussmann Mühlenkamp zum 2:0 ein (67.). Danach war der Widerstand beim Gast gebrochen, die Evinger konnten die Partie routiniert zu Ende spielen.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich anschließend Evings Trainer Klaus Kohlmann: „Das war ein verdienter Sieg gegen einen konditionell sehr starken Gegner. Wir haben trotz des tiefen Platzes sehr guten Fußball gezeigt“. Was nach Meinung Kohlmanns allerdings auch am Gegner lag, der "gut mitgespielt" habe.

Ganz anders bewertete Bochums Trainer Thorsten Legat die Leistung seiner Elf: „Wir haben uns überhaupt nicht gewehrt und viel zu viele Torchancen zugelassen“. Besonders enttäuscht war er von seinen erfahrenen Leuten: „Es kann nicht sein, dass die jungen, unerfahrenen Alexander Schreier und Jan Kiessling den Etablierten zeigen müssen, wie man in der Landesliga aufzutreten hat.“

Zu lange zurückblicken wollte der Ex-Profi allerdings nicht: „Jetzt bin ich in der Pflicht. Die Akkus scheinen bei einem Großteil der Mannschaft leer zu sein und es ist an mir, die Jungs physisch und psychisch wieder aufzubauen.“

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