Das Spitzenspiel am letzten Sonntag beim TSV Heimaterde Mülheim verlor der Duisburger Bezirksligist zwar mit 1:2 und liegt nun mit sechs Punkten hinter der Tabellenspitze, doch das ist beim SV Wanheim kein Anlass, Trübsal zu blasen. Der Hauptgrund liegt auf der Hand: Sowohl Cheftrainer Michael Roß als auch Co-Trainer Peter Hambüchen bleiben dem Verein für mindestens zwei weitere Jahre erhalten.

Bezirksliga 8 Niederrhein: Wanheim kämpft weiter

"Holen noch mindestens 17 Punkte"

Heiko Gaeb
04. April 2007, 14:16 Uhr

Das Spitzenspiel am letzten Sonntag beim TSV Heimaterde Mülheim verlor der Duisburger Bezirksligist zwar mit 1:2 und liegt nun mit sechs Punkten hinter der Tabellenspitze, doch das ist beim SV Wanheim kein Anlass, Trübsal zu blasen. Der Hauptgrund liegt auf der Hand: Sowohl Cheftrainer Michael Roß als auch Co-Trainer Peter Hambüchen bleiben dem Verein für mindestens zwei weitere Jahre erhalten. "Die Zusammenarbeit läuft super. Ich freue mich auf die weitere Zeit hier", kommentiert ein strahlender Michael Roß seine Entscheidung, der seit 1997 Übungsleiter und somit schon längst dienstältester Trainer in der Bezirksliga 8 Niederrhein ist.

"Das letzte Spiel verlief sehr unglücklich für uns. Wir hatten mehr vom Match und haben dennoch verloren", beschreibt der 40-Jährige die Pleite beim Tabellenführer und schickt auch lobende Worte in Richtung Mülheim-Heimaterde: "Im Gegensatz zu uns haben sie ihre Chancen genutzt. Das zeichnet eine Spitzenmannschaft aus. Daran müssen wir arbeiten."

Doch die Kampfansage folgt prompt: "Es werden noch 21 Punkte vergeben, wir holen mindestens 17." Am Ostermontag treten die Wanheimer beim abstiegsbedrohten Oberhausener Club Sterkrade-Nord an, während es in der Nähe beim SC BW Oberhausen-Lirich zum absoluten Knaller des Spieltages kommt: Dort erwartet der Tabellenzweite, unter Neu-Coach Frank Kielczewski noch ohne Punktverlust, den Klassenprimus von Dieter Henkelüdecke. "Vielleicht nehmen sie sich gegenseitig die Punkte weg und wenn wir unsere Aufgabe erfüllen, sind wir wieder dran", prognostiziert Roß das "best-case-Szenario" für Montag.

Doch der Wanheimer Coach ist sich auch über die Schwierigkeit seiner eigenen Aufgabe bewusst: "Unser Gegner hat eine großgewachsene und kämpferisch starke Mannschaft. Wir müssen unsere spielerischen Vorteile geschickt ausnutzen."

So träumt man im Verein weiter vom Aufstieg. "Wir haben ja nichts zu verlieren. Wenn es nicht klappt, greifen wir halt in der nächsten Spielzeit wieder oben an", ballt er die Faust. Die Abwehr-Viererkette, in der Bezirksliga noch eine Seltenheit und zu Anfang noch löchrig, hat sich inzwischen bewährt. "Wir wollen den Leuten vernünftigen und ansehnlichen Fußball bieten und greifen dabei auf die modernen Systeme aus dem Profibereich zurück", erläutert der Angestellte einer Leuchttechnik-Firma kurz seine Philosophie.

Auch die Offensiv-Abteilung ist stark. 58 Treffer in 23 Partien sind eine gute Ausbeute. Nur Heimaterde hat aktuell mehr Tore geschossen. Garanten für diesen Erfolg sind Hasan Bagci, Hakan Karabel und Manuel Buchholz, übrigens drei Neuzugänge vor der aktuellen Spielzeit, die an über 30 Toren beteiligt waren. Einzig Manuel Buchholz bereitet dem Coach aktuell ein wenig Sorgen. "Er hat im Moment einen kleinen Durchhänger, den wir aber hoffentlich überwunden haben", sagt Roß über seinen Schützling.

Anlass zum Optimismus dürfte das Testspiel gegen den B-Ligisten TuS Mündelheim unter der Woche geben, denn dort traf Buchholz beim ungefährdeten 11:1 Erfolg drei mal. "Das war natürlich kein Maßstab, aber es war beim Manuel sicher gut für das Selbstvertrauen und so konnten die wiedergenesenen Akteure Spielpraxis sammeln." So standen mit Sergio Pinto-Cruz und Björn Martin zwei Rückkehrer auf dem Platz, denen ihr Coach eine sehr gute Leistung attestierte. Und eine weitere Erkenntnis hat Roß auch noch gewonnen: "Wir haben viele starke Leute. Wir können auch mal den Ausfall von dem ein oder anderen Mann problemlos kompensieren."

Autor: Heiko Gaeb

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