SGS: Chojnacki gesperrt, Bresonik und Duhme fit

Agolli: "Was geht denn hier ab?"

og
24. März 2007, 19:16 Uhr

"Was geht denn hier ab?", schüttelt Ralf Agolli, Coach der SG Schönebeck, fassungslos mit dem Kopf. Kein Wunder, im Hinblick auf das DFB-Pokalhalbfinale am Sonntag, 8. April, gegen den FCR Duisburg (11 Uhr, Stadion am Stoppenberger Hallo) geraten die beiden Meisterschaftsmatches heute, 25. März, beim Hamburger SV (14 h, Wolfgang Meyer-Stadion) und zuhause gegen Neuenahr (1. April) fast zur Nebensache.

"Wir gehen das gegen den HSV konzentriert an", legt sich Agolli fest, die Truppe verfrachtet er heute morgen in den ICE. "Wir probieren das mit dem Zug einmal aus", bleibt der 45-Jährige entspannt, "in dem Ding kann man wenigstens rumlaufen.
Ein Risiko wird nicht eingegangen, auch wenn Linda Bresonik, die verletzt (Faserriss) von der Nationalmannschaft zurück kam, Signale sendet, durchaus wieder parat zu stehen. Das gilt auch für Sabrina Duhme.

"Beide spielen wohl nicht", grübelt Agolli vor sich hin, der seine Truppe nach dem enttäuschenden 0:2 gegen Crailsheim unter der Woche mächtig Meter machen ließ. Klar ist heute auch der Ausfall von Carina Chojnacki, die ihre fünfte Gelbe Karte absitzt, genau wie Keeperin Monique Langpohl ihre Rote Karte (passiert beim Einsatz in der Zwoten). Wichtig: Mandy Islacker (auskurierter Bänderriss) läuft wieder, Steffi Weichelt mischt auch wieder richtig mit. Jennifer Balkenhol ist im Kader.
Agolli lässt sich nicht beeindrucken: "Logisch, wir haben viele Ausfälle. Aber ich ich habe mir überlegt, was soll es? Eigentlich macht es auch richtig Spaß, dann mit einer Rumfptruppe anzutreten." Übersetzt: "Ich sage den Mädels, geht einfach raus." Logisch, Kandidatinnen aus dem vermeinlich zweiten Glied können sich beweisen - was gegen Crailsheim allerdings stellenweise vermehrt ausblieb.

Alles Eindrücke, die der ehemalige Krayer für das Duell gegen Duisburg sammelt, wofür die Werbetrommel gerührt wird. Willi Wißing und Andy Kuhn, Manager und Sportlicher Leiter, "sind täglich wohl zwölf Stunden für das Match unterwegs", erklärt Agolli. Nachvollziehbar, schließlich lockt das Finale. Agolli: "Letztendlich ist es doch auch so, heute Hamburg, dann Neuenahr, das ist auch ein guter Anlauf für uns." In der Tat, beide Gegner haben Qualität, genau wie Duisburg.

Autor: og

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