Eriksson bleibt englischer Nationaltrainer

er
28. März 2004, 14:14 Uhr

Allen Spekulationen zum Trotz bleibt Sven-Göran Eriksson Nationaltrainer von England. Der vom FC Chelsea umworbene Schwede verlängerte seinen Vertrag beim englischen Verband vorzeitig um zwei Jahre bis 2008.

Überraschung auf der Insel: Sven-Göran Eriksson hat seinen Vertrag als Trainer der englischen Nationalmannschaft vorzeitig bis 2008 verlängert und damit den Spekulationen um einen Wechsel zum Premier-League-Klub FC Chelsea ein Ende bereitet. Der neue Kontrakt des 56 Jahre alte Skandinaviers, der das Team um Kapitän David Beckham seit 2001 betreut, soll mit jährlich 5,9 Millionen Euro dotiert sein.

"Am liebsten hätte ich mit meiner Entscheidung bis nach der EM in Portugal gewartet. Aber das war wohl unmöglich nach all den Spekulationen in den vergangenen Tagen. Als bekannt geworden war, dass ich mich mit einigen Leuten getroffen habe, war es das Beste, die Sache einfach sterben zu lassen", meinte der Coach, der mit seinem Team am Mittwoch in einem Testländerspiel gegen sein Heimatland Schweden antritt.

65 Millionen Euro für vier Jahre abgelehnt

Eriksson hatte sich noch am Donnerstag mit Chelseas Geschäftsführer Peter Kenyon zu einem Gespräch getroffen und dabei medienwirksam fotografieren lassen. Dabei soll dem Schweden ein Vier-Jahres-Vertrag mit einem Gehalt inklusive Bonuszahlungen von insgesamt 65 Millionen Euro angeboten worden sein. Daraufhin drängte der englische Verband (FA) den Nationaltrainer am Sonntag zur vorzeitigen Verlängerung des eigentlich noch bis 2006 laufenden Vertrags.

Eriksson hatte die englische Nationalmannschaft unter anderem durch einen 5:1-Sieg gegen Deutschland direkt zur WM in Japan und Korea geführt. In Fernost schied das Fußball-Mutterland nach einem 1:2 gegen den späteren Weltmeister Brasilien erst im Viertelfinale aus.

Autor: er

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