Die Trendwende mussten Trainer Mirko Slomka und Tabellenführer Schalke 04 erneut abschreiben, seinen neuen Vertrag darf der Coach des Fußball-Bundesligisten in der kommenden Woche aber wohl unterzeichnen. `Wir wollen und werden mit ihm verlängern. Er wollte das nicht nach einer Niederlage tun, aber wir haben ja auch nicht verloren´, sagte Schalke-Manager Andreas Müller nach dem 1:1 (1:1) bei Hannover 96 und stellte einen Abschluss für die kommenden Tage in Aussicht.

Hannover 96 - Schalke 04 1:1

Slomka zwischen alten Problemen und neuem Vertrag

10. März 2007, 17:39 Uhr

Die Trendwende mussten Trainer Mirko Slomka und Tabellenführer Schalke 04 erneut abschreiben, seinen neuen Vertrag darf der Coach des Fußball-Bundesligisten in der kommenden Woche aber wohl unterzeichnen. `Wir wollen und werden mit ihm verlängern. Er wollte das nicht nach einer Niederlage tun, aber wir haben ja auch nicht verloren´, sagte Schalke-Manager Andreas Müller nach dem 1:1 (1:1) bei Hannover 96 und stellte einen Abschluss für die kommenden Tage in Aussicht.

Durch das Remis behaupteten die `Königsblauen´ derweil zwar ihre Spitzenposition, blieben jedoch auch im vierten Spiel in Folge sieglos. Slomka wollte die Fortsetzung der Negativserie nicht dramatisieren. `Ein Punkt ist besser als keiner. Das Ergebnis bringt uns zwar nicht den entscheidenden Schritt nach vorn. Wir sind aber weiter Tabellenführer. Diese Position gilt es jetzt in den kommenden Wochen zu verteidigen´, meinte der 39-Jährige und bewertete die Erneuerung seines am Saisonende auslaufenden Kontraktes ebenfalls als Formsache: `Wir sind uns schon seit langem in allen wesentlichen Punkten einig und werden das jetzt auf den Weg bringen.´

Die Verlängerung mit dem Coach würde im Klub für jene Kontinuität sorgen, die auf dem Feld aufgrund von Verletzungen und Sperren seit Wochen fehlt. In Hannover musste Schalke auf sechs Stammspieler verzichten, bot eine Startelf mit einem Altersdurchschnitt von 24,9 Jahren auf und brachte in Mesut Özil (18) und Sebastian Boenisch (20) zwei nahezu unerfahrene Youngster von Beginn an. `Daher sind wir mit dem Punkt auch nicht unzufrieden´, sagte Müller: `Wir hoffen, dass die verletzten Spieler bald wieder dabei sind, und müssen uns jetzt durch diese Situation durchwurschteln. Wir sind Tabellenführer und haben alles selbst in der Hand. Natürlich haben aber auch Werder Bremen, der VfB Stuttgart und Bayern München die Qualität, Meister zu werden. Wir schauen aber nur auf uns und haben keinen Grund, nervös zu werden.´

Unsicher wirkte der Spitzenreiter in Hannovers mit 49.000 Zuschauern ausverkaufter WM-Arena tatsächlich nicht. Spielerisch bot die Leistung jedoch noch eine Menge Raum nach oben. Auch wenn Schalke nach der frühen Führung durch Halil Altintop (2.) bei Michael Tarnats umgehendem 96-Ausgleich (4.) ein wenig Pech hatte. S04-Schlussmann Manuel Neuer war vor dem Treffer in der Luft angegangen worden, Schiedsrichter Knut Kircher verzichtete aber auf einen Pfiff. `Das war ein klares Foul´, echauffierte sich Slomka. Hannovers Coach Dieter Hecking, mit dem Slomka einst bei den Niedersachsen für die A-Jugend verantwortlich zeichnete, widersprach naturgemäß und zeigte sich ansonsten auch mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden:

`Ich muss dem Team ein Riesenkompliment machen. Am Ende hätten wir auch noch das 2:1 erzielen können. Das hätte uns zwar gut getan, wäre aber nach dem Spielverlauf nicht gerecht gewesen.´ In der Tabelle tritt Hannover nach der Punkteteiling weiter auf der Stelle. Zumal in den kommenden Wochen schwere Gegner im Kampf um einen Platz im internationalen Geschäft auf Heckings Mannschaft warten. Am nächsten Samstag kommt der wiedererstarkte Hamburger SV, bevor es nach einem Gastspiel beim VfL Bochum gegen Bayern München und den VfB Stuttgart geht. `Schon die nächsten beiden Spiele entscheiden, wohin uns die Reise führt´, meinte der erneut starke 96-Keeper Robert Enke.

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