Sex-Skandal: Steffen Freund buchstabiert den Begriff "freiwillig"

jt
15. März 2004, 16:23 Uhr

Der englische Premier-League-Club Leicester City will im Sex-Skandal um die drei Profis Frank Sinclair, Keith Gillespie und Paul Dickov eine interne Untersuchung durchführen, um den Fall aufzuklären.

Beim englischen Premier-League-Club Leicester City kehrt im Sex-Skandal um die Profis Frank Sinclair, Keith Gillespie und Paul Dickov keine Ruhe ein. Jetzt hat der Verein eine interne Untersuchung angekündigt, um Klarheit zu schaffen. City-Teammanager Micky Adams erklärte am Montag: "Wir müssen herausfinden, was wirklich passiert ist. Ich hoffe, dass wir alle Ereignisse lückenlos aufklären können." Das Trio steht unter Verdacht, sich am Donnerstag vergangener Woche während des Trainingslagers in Spanien an drei afrikanischen Frauen vergangen zu haben.

Rückkehr in den Kader nicht vorgesehen

Eine Rückkehr des Trios in die Mannschaft für das Punktspiel am kommenden Wochenende gegen den FC Everton schloss Adams weitgehend aus: "Ich muss sehen, ob die Drei nach den traumatischen Erlebnissen überhaupt in der Lage sind, Fußball zu spielen", sagte Adams, der nach der Affäre seiner Profis seinen Rücktritt angeboten hatte.

Für 240.000 Euro Kaution auf freiem Fuß

Die Spieler waren am vergangenen Freitag nach sieben Tagen Haft gegen Zahlung einer Kaution von insgesamt 240.000 Euro auf freien Fuß gesetzt worden. Zuvor hatten die drei in Deutschland wohnenden Afrikanerinnen bei der Polizei Anzeige erstattet, weil mehrere Profis des Abstiegskandidaten während ihres Trainingslagers im südspanischen La Manga in das Hotelzimmer der Frauen eingedrungen sein sollen, um sich dort an ihnen zu vergehen. Neun Spieler waren in Gewahrsam genommen worden. Der deutsche Ex-Nationalspieler und Leicester-Profi Steffen Freund, früher BVB und Schalke 04, wurde gleichfalls vernommen und gab gegenüber News of the World Sex mit einer der drei Afrikanerinnen zu. Allerdings soll dieser auf "freiwilliger Basis" stattgefunden haben.

Autor: jt

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