Eine schöne Partie war es nicht, welche die rund 800 Besucher gestern Nachmittag zu sehen bekamen – aber eine kämpferische.

DSV 1900 - TURA 0:2 (0:1): Lokalkampf pur!

07. November 2006, 12:37 Uhr

Eine schöne Partie war es nicht, welche die rund 800 Besucher gestern Nachmittag zu sehen bekamen – aber eine kämpferische.

Eine schöne Partie war es nicht, welche die rund 800 Besucher gestern Nachmittag zu sehen bekamen – aber eine kämpferische. Die Hausherren um Coach Jörg Kessen hatten mehr Spielanteile, waren aggressiver und bissiger. Sie haben nur versäumt, auch die nötigen Tore zu schießen. So nutzten die Gäste der TuRa ihre sich bietenden Möglichkeiten eiskalt aus und sorgten für ein klares Resultat, das allerdings nicht dem Spielverlauf entspricht. „Man muss ganz klar sagen, dass in diesem Stadtderby nicht die bessere Elf gewonnen hat, sondern diejenige, die auch die Tore erzielt hat“, bilanziert TuRa-Coach Ralf Kessen.
Das erste Ausrufezeichen des Spiels setzte aber die TuRa. Sascha Schnecker nutzte sein Tempo und zog aus knapp 18 Metern ab – aber vorbei (9.). Bis dato spielte aber nur ein Team: der DSV. Die Jungs von Jörg Kessen waren bissiger und aggresiver. Die TuRaner zu passiv, mit vielen Fehlern in der Ballannahme und ohne die nötige Konzentration bei Abspielen. Folgerichtig die ersten Chancen der 1900er. Der starke Stefan Böing trifft nach guter Vorarbeit von Gianni Campanella nur das Außennetz (11.). Dieser macht es aber nach einer knappen halben Stunde auch nicht besser als er aus zwölf Metern nur Manfred Tebeck, der einsam auf der Torlinie steht, anschießt. Einen Riesenmöglichkeit, die ein Tor sein muss. „Das war vielleicht der Knackpunkt“, erklärt DSV-Trainer Ralf Kessen, „dann wäre das Match sicherlich anders verlaufen.“

So kam es wie es kommen musste. Die Gäste nutzten ihre erste und einzige Einschuss-Möglichkeit zur 1:0-Führung. Wassilios Anastassiadis staubt aus zwei Metern ab (37.), nachdem wiederum Schnecker beherzt in den Strafraum eingedrungen war und DSV-Torwart Sven Adamietz nur abklatschen konnte. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Die Gäste, die bis dato eines ihrer schlechten Spiele absolvierten, kamen mutiger nach vorne, aber ohne zwingende Chancen. „Das hat mir gar nicht gefallen. Aber wir wussten, dass es in diesem Derby schwer wird. Gegen solche Mannschaften muss man auch den Kampf annehmen. Das haben wir versäumt. Sicherlich machen wir mit der ersten Chance gleich das Tor, aber da verlange ich mehr“, resümiert Ralf Kessen.
Nach der Pause das gleiche Bild: es spielte nur Duisburg 1900. TuRa verlegte sich aufs Kontern. Michael Burek hatte den Ausgleich auf dem Kopf, als er aus fünf Metern auf rechte Eck zielte. Doch diesmal steht Michael Baum richtig, um den Ball von der Linie zu kratzen (63.).

Dann der Aufreger in 83. Minute: Langer Ball in die Spitze auf Daniel Dentgen. Im Kopfballduell drückt er klar Tobias Kästner zu Boden. Der Pfiff des Unparteiischen bleibt aus. Adamietz kann nur abwehren und Frank Cho steht parat, um den Ball über die Linie zu drücken. Das 0:2. „Das war ein klares Foul, da darf ich doch nicht weiterspielen lassen“, ereifert sich Jörg Kessen und fügt an: „Sicherlich war dieser Fehler nicht spielentscheidend, aber der Referee hat oft zu unsinnig gepfiffen und dadurch mehr das Spiel zerstört.“ Dennoch zählt für ihn die positive Leistung seiner Mannen. „Darauf müssen wir aufbauen. Wir haben gegen einen Großen gut mitgehalten. Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Es muss so weitergehen.“ Ralf Kessen hat sein Ziel erreicht. Er wollte die Zähler mit mach Hause nehmen: „Wir haben vorgelegt und die Verfolger unter Druck gesetzt. Aber so ist es nun mal. Wir wollten diesen Druck als Tabellenführer haben, nun müssen wir ihm standhalten.“

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