Wenn man den Namen des neuen Trainers von Galatasaray Mülheim hört, die aus der Gruppe I in die III „gerutscht“ sind, kommt man leicht ins Grübeln. Mit Sakis Papachristo steht bei dem rein türkischen Verein ein Grieche an der Außenlinie.

GALATASARAY:„Rote Karten-Könige auf die Bank“

08. August 2006, 14:40 Uhr

Wenn man den Namen des neuen Trainers von Galatasaray Mülheim hört, die aus der Gruppe I in die III „gerutscht“ sind, kommt man leicht ins Grübeln. Mit Sakis Papachristo steht bei dem rein türkischen Verein ein Grieche an der Außenlinie.

Wenn man den Namen des neuen Trainers von Galatasaray Mülheim hört, die aus der Gruppe I in die III „gerutscht“ sind, kommt man leicht ins Grübeln. Mit Sakis Papachristo steht bei dem rein türkischen Verein ein Grieche an der Außenlinie. „Ach, ich habe schon im letzten Jahr mit Hamborn 90 eine türkische Mannschaft betreut. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und vom Typ her sind wir Südländer gleich, das nimmt sich nicht viel“, erklärt der Coach.
Und er möchte der Truppe, die er seit einigen Wochen betreut, gleich seinen Prinzipien-Stempel aufdrücken: „Mein Ziel ist es immer gut Fußball zu spielen. Die ganze Mannschaft muss mitziehen, kämpfen und sich reinhängen.“ Auf temperamentvolle Ausrutscher kann der 47-Jährige dabei verzichten: „Rote Karten-Könige wird es bei mir nicht geben. In Hamborn 90 habe ich dafür einen Spieler 15 Wochen auf die Bank gesetzt. Da war sofort Ruhe und wir haben keinen Platzverweis mehr kassiert“, berichtet er. Das ist auch bitter nötig, denn jeder Mann wird gebraucht: „Die Mannschaft hat sich wegen der Urlaubszeit noch nicht richtig gefunden. Die Testspiele gegen Kreisliga A- und B-Ligisten waren auch nicht aussagekräftig. Da konnte ich mir noch kein großes Bild vom Potential machen.“ Das spielt ihm nicht unbedingt in die Karten, denn imGegensatz zur Essener Landesliga ist die Gruppe III stärker einzuschätzen: „Da müssen wir sehr aufpassen. Zu Beginn werden wir auch wegen der personellen Situation erst mal verstärkt sehr defensiv und mit Libero spielen. Wir müssen uns einspielen. Daher bin ich mit einem Punkt aus den ersten Matches zufrieden.“ Das Saisonziel ist auch klar: „Wir möchten einen guten Mittelfeldplatz erreichen, auch wenn die ersten vier bis fünf Wochen sehr schwer werden. Wir hatten hier nicht die finanziellen Möglichkeiten, um sehr gute Spieler zu holen.“ Zur besseren Trainerstimmung fehlt auch noch eine Kleinigkeit: „Wir haben mit Savas Tanrever nur einen etatmäßigen Torwart. Wir brauchen dringend noch einen zweiten.“

Galatasaray Mülheim
Tor: Savas Tanrever Abwehr: Ali Demirkogaran, Hakan Turna, Ergin Altinay, Ümit Tekin, Sebahattin Zenkiz (Adler Osterfeld), Mustapha Azar Mittelfeld: Oguzhan Öztürk, Musa-Ali Kilic, Abdessamad Laktab, Adem Saglan, Dogan Celik, Ayhan Aydogan, Selim Akbas, Mustafa Sabinli (VfL Rheinhausen), Osman Kara (vereinslos) Angriff: Oktay Cinar, Ahmed Aksoy (Union Mülheim), Yalcin Alkurt (Ayildiz Hamborn), Murat Eraslan (unbekannt) Abgänge: Hakan Karabel (SV Wanheim 1900), Serhat Göksun (Ataspor Duisburg), Hüseyin Kalayce (unbekannt), Ilhan Gündogan (unbekannt), Fatih Güzsath (unbekannt)
Trainer: Sakis Papachristo

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