Der FC Kray marschiert weiter und hält sich nach wie vor direkt hinter dem heißesten Anwärter auf den Meistertitel, der SpVg Radevormwald.

FC KRAY: Derby-Sieg für Remscheider Traum-Szenario

kru
17. September 2006, 12:55 Uhr

Der FC Kray marschiert weiter und hält sich nach wie vor direkt hinter dem heißesten Anwärter auf den Meistertitel, der SpVg Radevormwald.

Der FC Kray marschiert weiter und hält sich nach wie vor direkt hinter dem heißesten Anwärter auf den Meistertitel, der SpVg Radevormwald. Durch den vierten Sieg in Folge ist die Truppe von Trainerduo Jürgen Lucas und Wolfgang Priester weiterhin punktgleich mit dem Top-Favoriten. Dennoch sorgt diese Tatsache nicht für Jubelsprünge bei Priester, denn im Spiel des letztjährigen Tabellendritten hakt es noch. "Meine Mannschaft zeigt nicht den attraktiven Fußball, den sie über weite Strecken der vergangenen Saison geboten hat. Daher kann ich noch nicht zufrieden sein. Wir holen zwar derzeit die Punkte und gewinnen unsere Partien, aber dominant ist das bisher nicht", betont Priester, schiebt aber kämpferisch nach: "Aber genau da werden wir wieder hinkommen, wenn wir unseren Rhythmus erst einmal gefunden haben."

Große Töne vom Coach, der sich sicher ist, dass seinem Team in diesem Jahr nicht ein gleiches Missgeschick wie in der letzten Spielzeit passiert. "Ich bin davon überzeugt, dass wir uns den Aufstieg nicht wieder selbst verbauen werden", erklärt Priester. Sein Zusatz: "Stillstand ist Rückschritt und deshalb werden wir weiter an uns arbeiten, dass wir unsere Matches auch wieder souverän gewinnen."
Genau das erwarten in Kray nämlich viele Zuschauer, wie das Pendant zu Lucas berichtet: "Einige unserer Fans unterhalten sich oft nur über die Höhe des Sieges. Das ärgert mich, denn es geht an meinen Akteuren auch nicht vorbei." Priester legt nach: "Wir haben in dieser Saison, wenn man die Vorbereitung dazu rechnet, 14 Erfolge feiern dürfen und haben ein Mal unentschieden gespielt. Und es passt mir nicht, dass es bei einigen Leuten zur Normalität geworden ist, dass wir gewinnen. Jedem muss bewusst sein, wie hart wir für diese Siege arbeiten."

Damit diese fast makellose Serie hält und man weiter dem Tabellenführer auf den Fersen bleibt, sollte man auch im heutigen Derby beim SV Burgaltendorf einen Dreier einfahren. "Diese Essener Lokalduelle haben es immer in sich. Ich befürchte, dass diese Begegnungen auch einen großen Einfluss auf die Meisterschaft haben. Schließlich haben Remscheid, Rade und Hilgen bei weitem nicht so viele Derbies wie wir zu absolvieren." Und gerade die heutige Partie steht unter einem ganz besonderen Stern. "Denn SV Burgaltendorf nennt man hier ganz gerne Kray 2, weil viele Akteure des SVA schon in unseren Reihen waren. Das sind wirklich feine Jungs", erklärt Priester, der aber nicht nur deshalb vor dem Gegner warnt: "Wenn sie gegen uns nicht punkten, wird es sehr schwer und sie sind unten mitten drin. Durch ihre Situation und die Derby-Luft werden die Burgaltendorfer sehr motiviert sein."

Der Trainer hebt den Zeigerfinger: "Es wird auf keinen Fall ein Selbstläufer. Wir wissen wie schwer diese Aufgabe wird. Doch ich kann mir kaum vorstellen, dass wir uns unsere gute Ausgangsposition durch den tollen Start einfach so umwerfen. Wir haben doch jetzt Lunte gerochen und wissen wie schön es ist, oben zu stehen."
Denn wenn alles gut läuft, könnte der FC Kray sogar als Spitzenreiter zum Top-Spiel gegen den FC Remscheid in der kommenden Woche antreten. "Das wird natürlich ein Knaller. Sollten wir die Hürde Burgaltendorf heute nehmen, haben wir die Chance gegen den FCR, den Vorsprung auf die Remscheider auf sechs Zähler auszubauen. Und die müssen sie dann erstmal aufholen", träumt Priester von einem perfekten Szenario für den FCK. Sein Schlusswort: "Aber wenn alles normal läuft, wird sich keiner von den oberen vier Teams absetzen."

Autor: kru

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