TuRU D'DORF: Marotta wurde "vorsätzlich verletzt"

tr+hg
04. Februar 2004, 12:50 Uhr

Die Negativ-Schlagzeilen nehmen in Düsseldorf kein Ende. Goalgetter Egidio Marotta bekam beim 1:0-Nachhol-Erfolg in Hamborn einen Ellenbogencheck in die Nieren und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Negativ-Schlagzeilen nehmen in Düsseldorf kein Ende. Nach dem Schienbeinbruch von Kapitän Marcus John muss TuRus Trainer Demir Hotic nun den nächsten Schock verdauen. Sein Goalgetter Egidio Marotta bekam beim 1:0-Nachhol-Erfolg in Hamborn einen Ellenbogencheck in die Nieren und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden: "Das ist eine gefährlich Sache", runzelt der Coach die Stirn.

Am Freitag ist Marotta aber schon wieder aus der Klinik entlassen worden und erholt sich nun zu Hause von seiner schweren Verletzung. "Mittlerweile geht es mir schon wieder besser. Die Niere ist zwar noch etwas geprellt, aber dafür ist der Bluterguss nicht mehr so schlimm. Auch das Schmerzmittel wurde wieder abgesetzt", erklärt der Stürmer (neun Saisontore) den derzeitigen Genesungs-Stand.
An die Szene, in der er sich die Verletzung zuzog, kann sich der 25-Jährige noch genau erinnern: "Ich hatte schon während der ganzen Begegegnung Zwist mit meinem Gegenspieler. Bei einem Kopfball hat er mir dann den Ellenbogen in den Rücken gerammt", schildert Marotta. Absichtlich? "Ja, das war auf jeden Fall vorsätzlich. Sowas macht man nicht aus Versehen."

Marotta ist optimistisch, demnächst wieder dabei zu sein. "Dadurch, dass an diesem Wochenende die Spiele ausfallen, kann ich mich noch ein wenig ausruhen. Aber ich denke, dass ich nächste Woche wieder voll ins Training einsteigen kann", hofft der 25-Jährige. Sein Trainer ist allerdings vorsichtiger: "Egidio würde am liebsten sofort wieder spielen, aber wir lassen die Vernunft siegen. Er wird alle Zeit der Welt bekommen, um diese Geschichte in Ruhe auszukurieren." Marrota muss schmunzeln: "Natürlich macht mir Demir keinen Druck, er ist da sehr behutsam. Aber ich brenne und will wieder spielen. Hoffentlich bin ich nicht zu ehrgeizig."

Die Ärzte haben dem Studenten (Wirtschaftswissenschaft in Duisburg) jedenfalls keinen Zeitpunkt für ein Comeback genannt. "Es liegt an mir selbst, wie ich mich fühle", stellt Marotta klar. Man merkt, dass der Goalgetter schnell wieder auf Torejagd gehen will, um das Ziel Aufstieg perfekt zu machen. "Unser Trainer nimmt das Wort zwar nicht gerne in den Mund, aber ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen. Wir haben eine erfahrene Mannschaft und dürfen uns nach dieser tollen Hinrunde nicht verstecken."

Autor: tr+hg

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