Die rasante Talfahrt des SV Sodingen hält weiter an. Auch gegen den Tabellennachbarn aus Weißtal konnte die Elf von Spieler-Trainer Christian Hampel keinen Dreier landen.

SODINGEN: Kowalski legt Amt im Pleiten-Fall nieder

tr
21. April 2006, 10:30 Uhr

Die rasante Talfahrt des SV Sodingen hält weiter an. Auch gegen den Tabellennachbarn aus Weißtal konnte die Elf von Spieler-Trainer Christian Hampel keinen Dreier landen.

Die rasante Talfahrt des SV Sodingen hält weiter an. Auch gegen den Tabellennachbarn aus Weißtal konnte die Elf von Spieler-Trainer Christian Hampel keinen Dreier landen. Im Gegenteil: Die big points gingen an den TSV. Klar, dass hinter den Kulissen schon mächtig der Baum brennt. Jörg Kowalski, Sportlicher Leiter des SVS, bringt das bisherige Abschneiden auf den Punkt: "Es ist mehr als dürftig."

Vier Zähler Rückstand muss Sodingen zum rettenden Ufer aufholen. Ein Vorhaben, welches Kowalski als "extrem schwer" bezeichnet. Klar, dass die Herner vor der sonntäglichen Auswärtshürde beim Kellerkind TuS Hordel mächtig angespannt sind. "Da geht es um alles oder nichts", redet der Funktionär nicht um den heißen Brei herum. "Wenn wir dort gewinnen, sind wir auf zwei Zähler an den Tus heran gerückt. Sollten wir verlieren, sind die acht Punkte weg. Das wäre bitter. Also ist es für uns ein Schicksalsspiel."

Welches nicht nur über die sportliche, sondern auch die personelle Zukunft des SVS entscheiden wird. "Stimmt", nickt Kowalski. In vorderster Front befindet sich aber nicht Hampel, sondern Kowalski selbst. "Christians steht nicht alleine da, ich habe in meiner Funktion auch die Mannschaft zusammen gestellt. Wir haben uns im Winter eigentlich noch einmal verbessert, aber die Formkrisen der Leute gehen weiter. Also stehe ich genauso in der Verantwortung." Seit fünfeinhalb Jahren ist der "Macher" in Sodingen, will nach zwei erlebten Auf- und Abstiegen nicht noch einmal einen Tiefschlag einstecken müssen. "Es gibt drei Szenarien", erläutert Kowalski: "Wenn wir am Sonntag gewinnen, dann redet niemand mehr davon. Kämpfen wir, holen aber nur einen Punkt, muss der Vorstand entscheiden, wie es weiter geht. Sollten wir mit wehenden Fahnen untergehen, haben sich alle Spekulationen erübrigt." Weil Sie dann Ihren Hut nehmen werden? Kowalski: "Ich bin gewählt worden, kann deshalb nicht einfach kündigen. Aber ich lege mein Amt dann nieder. Wenn jemand die Verantwortung übernimmt, dann ich."

Aber noch hofft Kowalski darauf, dass sich die Mannschaft besinnen wird. "Das Vertrauen, das Christian und ich in die Jungs gesteckt haben, können sie jetzt zurück zahlen. Hauptsache ist doch, dass sie fighten. Wenn alle an die Leistungsgrenze gehen, können wir die Klasse noch erhalten und in Hordel gewinnen."

Autor: tr

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