Die sportliche Talfahrt zehrt an den Nerven. Langendreers Stefan Hoffmann ist als erster unter der Misere zusammen gebrochen.

LANGENDREER: Hoffmann sieht „Dummheit" ein

tr
07. November 2003, 12:09 Uhr

Die sportliche Talfahrt zehrt an den Nerven. Langendreers Stefan Hoffmann ist als erster unter der Misere zusammen gebrochen.

Die sportliche Talfahrt zehrt an den Nerven. Langendreers Stefan Hoffmann ist als erster unter der Misere zusammen gebrochen. „Stefan hat in der ersten Halbzeit in Erndtebrück schlecht gespielt„, lautet das Urteil seines Trainers Ralf Fischer. „In der Pause habe ich es ihm gesagt, aber er wollte anfangen, zu diskutieren. Da habe ich ihn ausgewechselt und David Ventorello gebracht.„

Damit konnte sich Hoffmann nicht abfinden und stampfte aus der Kabine. „Es ist blöd gelaufen. Ich bin entgleist„, sieht Hoffmann seine Fehler ein. Was war passiert? Vor der Tür traf der Spieler die SV-Vorstandsmitglieder Gerd Lange und Joachim Bymer. „Er hat Theater gemacht„, berichtet „Augenzeuge„ Bymer. „Danach hat Stefan erst Herrn Lange persönlich beleidigt, dann den gesamten Verein in den Schmutz gezogen.„ Hoffmann erklärt: „So etwas ist mir noch nie passiert. Es war eine Dummheit.„
Bymer säuert mit hochrotem Kopf: „Das lassen wir uns nicht bieten. Stefan kommt vollkommen übernächtigt zum Platz, liefert eine miserable Leistung ab und beschimpft uns dann. Die Pöbeleien waren weit unter der Gürtellinie.„ Konsequenz: „Wir werden noch in dieser Woche eine Vorstands-Sitzung einberufen„, erklärt Obmann Bymer den Ablauf. „Dort wird dann entschieden, ob er in unserem Klub bleiben darf.„ Bymers Gefühl: „Es ist noch nichts beschlossen, aber in meinen Augen hat die weitere Zusammenarbeit keinen Sinn mehr.„ Hoffmann zeigt Reue: „Ich hoffe, dass ich weiter hier spielen kann. Es tut mir wirklich leid und ich habe mich entschuldigt.„

Sollte Hoffmann gefeuert werden, geben die 04er die Unterlagen Prof. Dr. Marcus Buchberger, Aufsichtsrats Mitglied beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen, zur weiteren Bearbeitung. „Wir kennen uns schon ewig und vertrauen ihm„, ist Bymer von den Qualitäten des Rechtsanwalts überzeugt. „Schließlich wollen wir durch die Geschichte nicht leer ausgehen.„

Autor: tr

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