Eine bessere Halbserie konnte sich der SV Schermbeck kaum wünschen.

SV SCHERMBECK - Erkenschwicks Bendig verpflichtet

tr
21. Dezember 2006, 10:28 Uhr

Eine bessere Halbserie konnte sich der SV Schermbeck kaum wünschen.

Eine bessere Halbserie konnte sich der SV Schermbeck kaum wünschen. Nach dem Oberliga-Abstieg haben sich die Kicker vom Waldsportplatz direkt an der Tabellenspitze festgebissen, mit dem letzten Dreier über den Mitaufstiegs-Konkurrenten SuS Stadtlohn zum Weihnachtsfest selbst beschenkt. "Die Saison ist mehr als zufriedenstellend", lacht SVS-Trainer Martin Stroetzel. "Mit dem letzten Highlight gegen Stadtlohn haben wir einen tollen Abschluss hingelegt."

Zum Abschluss sind auch die Verhandlungen mit Erkenschwicks Pierre Bendig gekommen. Der Stürmer hat in Schermbeck einen Vertrag für die kommenden eineinhalb Jahre unterzeichnet. "Über ihn freue ich mich besonders", genießt Stroetzel den Poker-Erfolg. "Er wird uns weiter bringen, passt hervorragend zu uns. Zusammen mit Rainer Hackenfort wird er die Tore erzielen, die uns zurück in die vierte Klasse bringen. Menschlich ist er top, auch sportlich passt es. Er wird bei uns die Freude am Fußball zurückgewinnen."

Derweil wird noch eine andere Personalie aus Erkenschwick in Schermbeck heiß diskutiert (siehe nebenstehender Bericht). "Wir haben mit Engin Yavuzaslan gesprochen", bestätigt Stroetzel. "Er wohnt zwar bei uns um der Ecke, würde uns auch weiterbringen, aber ich denke, er wird nach Hüls gehen." Auf der Suche nach einem Mittelfeldakteur wollen die Verantwortlichen auch keinen Schnellschuss tätigen, wenn die Verpflichtung Yavuzaslans nicht klappen sollte. "Wir schauen in aller Ruhe", nickt der Coach.

Was ihm besonders positiv über die Festtage in Erinnerung bleiben wird, ist die Tatsache, dass sich seine Elf schnell gefunden hat. "Die Improvisation durch die vielen Verletzten verlief reibungslos. Die Charaktere passen hervorragend zusammen und sportlich geht es kaum besser." Doch die zahlreichen angeschlagenen Akteure hinterlassen bei Stroetzel auch einen faden Beigeschmack: "Ich hoffe, dass die Seuche, die wir im Jahr 2006 hatten, 2007 nicht mehr existiert." Ein weiterer Minuspunkt ist auch der Sieg in Brakel, der nachträglich in eine Niederlage umgewandelt wurde, da Dominik Milaschewski noch nicht spielberechtigt war: "Besonders nervig ist, dass der Verband immer noch keine Entscheidung ausgesprochen hat", würde Stroetzel gerne Klarheit haben. "Aber das ist auch gleichzeitig wieder das Positive an uns: Jeder macht einen Fehler, keinem wird der Kopf abgerissen."

Autor: tr

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