Vitamin

ETB: Neuzugang Aytac Azmaz will sich präsentieren

og
05. Februar 2007, 11:51 Uhr

Vitamin "B"! So was ist immer gesund, "B"eziehungen helfen.

Vitamin "B"! So was ist immer gesund, "B"eziehungen helfen. Das weiß auch Mittelfeldspieler Aytac Azmaz, der im Winter beim Oberligisten SW Essen anheuerte. Der Draht des in Deutschland geborenen Türken zu Coach Frank Kontny - RS berichtete - glühte durch Cousin Bilal Lekesiz, der auch für die Essener Südstädter aufläuft. Ein Türöffner, der letztendlich das Engagement des ehemaligen Mönchengladbachers, der auch bei Yurdumspor, Solingen und Alemannia Aachen war, ermöglichtete. RS unterhielt sich mit dem 25-Jährigen.

Aytac Azmaz, läuft alles für Sie beim ETB?

Auf jeden Fall, ich bin zwar aktuell etwas angeschlagen, aber am Montag wieder beim Team, das Kreispokalspiel in Kray konnte ich am Samstag allerdings nicht bestreiten.

Sie kamen auf dem "kleinen Dienstweg".

Alles lief über Bilal, ich war schon vor der Winterpause viereinhalb Wochen beim ETB. Nach dem ersten Training kam Coach Frank Kontny zu mir, meinte, irgendwoher würde er mich kennen. Wir fragten uns, woher, weil ich in den letzten Jahren in der Türkei war. Dann erzählte ich ihm, ich wäre in der Jugend bei Mönchengladbach gewesen.

Da fiel der Groschen?

Genau. Ich bekam bei Borussia damals keinen Profivertrag, war etwas beleidigt und ging in die Türkei. Ich war jung, dann macht man auch Fehler, ein Zurück war nicht mehr möglich. Aber es ist für mich noch nicht zu spät. Der Schritt zum ETB ist logisch, auch wenn ich zwei Möglichkeiten in Richtung Regionalliga hatte. Aber in Essen kann ich spielen, habe die Chance, danach wieder zwei oder drei Schritte nach vorne zu machen. Ich will es schaffen.

Sie haben mit dem ETB eine Vereinbarung bis zum Saisonende, korrekt?

Richtig. Ich will mich präsentieren, ich gebe nicht auf, noch fehlte der Durchbruch. Allerdings ist es ja nicht so, dass ich bis jetzt mit dem Sport kein Geld verdiente. Ich war 17-maliger Jugendnationalspieler der Türkei, konnte in den letzten Jahren von meinem eigentlichen Hobby leben, das ist bestimmt keine schlechte Sache.

Sie wohnen in Mönchengladbach, ist der Fahrtaufwand nicht ziemlich hoch?

Könnte man meinen, aber wer die Rosen liebt, der muss sich auch an die Dornen gewöhnen.

Autor: og

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