Das 100-jährige Jubiläum des Holsterhauser SV steht unter keinem guten Stern. Der Klub spielt in der Kreisliga C und die eigene Platzanlage steht vor dem Aus.

Holsterhauser SV

Klub bangt um seine Heimat

Martin Herms
22. März 2012, 16:18 Uhr

Das 100-jährige Jubiläum des Holsterhauser SV steht unter keinem guten Stern. Der Klub spielt in der Kreisliga C und die eigene Platzanlage steht vor dem Aus.

Als wären die Essener vom Schicksal nicht arg genug gebeutelt, müssen die Fußballer an der Planckstraße aufgrund eines Rohrbruchs seit drei Wochen ohne warmes Wasser auskommen. Die Verantwortlichen warten seitdem vergeblich auf die Behebung des Schadens, der auf 10.000 Euro geschätzt wurde: "Wir haben noch keine konkrete Information darüber erhalten, wann die Leitung repariert wird. Aktuell können wir keinen Trainingsbetrieb durchführen. Sonntags müssen die Spieler nach den Partien ungeduscht nach Hause fahren. Das ist alles andere als optimal", beschreibt der Klub-Vorsitzende Jürgen Inkeit die Situation in Holsterhausen.
"Man möchte uns von unserem Platz ekeln"

Die fehlende Planungssicherheit bestimmt seit über einem Jahr das Vereinsleben des HSV. Der heimische Sportplatz steht auf der Streichliste der Stadt Essen und soll nach Ablauf der laufenden Spielzeit geschlossen werden. Erste Gespräche über eine Verlagerung wurden mit der Tgd. Essen-West geführt. Der C-Ligist hofft jedoch nach wie vor auf den Erhalt der eigenen Anlage. Inkeit glaubt einen Zusammenhang zu der geplanten Schließung und der bisher nicht erfolgten Leitungs-Reparatur erkannt zu haben. Der Vorsitzende vermutet einen "Komplott" von Seiten der Stadt: "Ich kann mir gut vorstellen, dass man uns dadurch von unserem Platz ekeln möchte. Es kann normalerweise nicht so lange dauern, für warmes Wasser zu sorgen. Wir warten vergeblich auf eine klare Antwort zu diesem Thema."

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Sowohl bei der Stadt Essen als auch beim Kreis 13 des Fußballverbandes Niederrhein stoßen die Äußerungen Inkeits auf Unverständnis. Der Holsterhauser SV sei schriftlich über den Ablauf der Spielberechtigung zum Ende der laufenden Saison informiert worden. Zudem habe man dem Klub nach dem Rohrbruch eine Alternative vorgeschlagen, wie Kreis-Geschäftsführer Norbert Müller versichert: "Ich habe dem HSV die Möglichkeit eröffnet, bis Ende Mai an der Pelmanstraße beim benachbarten TuS Holsterhausen zu spielen. Herr Inkeit entgegnete daraufhin, dass sein Verein niemals an der Pelmanstraße spielen werde. Ein solches Verhalten ist aus meiner Sicht überhaupt nicht nachvollziehbar."

Autor: Martin Herms

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