Kaum zu glauben: Ausgerechnet der FCR 2001 Duisburg fügte Meister Turbine Potsdam die erste Saisoniederlage zu. 3:2 (0:2) hieß es nach 90 spannenden Minuten.

Potsdam - Duisburg 2:3

Matchwinnerin Bresonik: "Das war geil"

27. November 2011, 20:20 Uhr

Kaum zu glauben: Ausgerechnet der FCR 2001 Duisburg fügte Meister Turbine Potsdam die erste Saisoniederlage zu. 3:2 (0:2) hieß es nach 90 spannenden Minuten.

Am Ende war Linda Bresonik die Frau des Tages. Beim 3:2 (0:2)-Sieg der Duisburgerinnen bei Turbine Potsdam ging die Nationalspielerin, die zuletzt von Bundestrainerin Silvia Neid eine Pause verschafft bekam, zunächst durch ein Tal der Tränen. Doch schlussendlich avancierte sie doch noch zur Matchwinnerin, als sie den Ball quasi mit dem Schlusspfiff zum 3:2 über die Torlinie in den Potsdamer Kasten drückte – die Krönung der rasanten Aufholjagd. Oder aus Blick von Bresonik: erst ein Eigentor erzielt, dann einen Elfmeter verschossen und dann den Siegtreffer markiert.

Doch von Anfang: Beide Teams legten rasant los. Nach zehn Minuten konnten sowohl der Gastgeber aus Potsdam als auch die „Löwinnen“ bereits auf zwei nennenswerte Chancen zurückblicken. Doch Anja Mittag (5.) und Yuki Nagasato (7.) scheiterten auf Seiten von Turbine, Alexandra Popp (5.) und Mandy Islacker (10.) verfehlten auf der anderen Seite nur knapp das Tor. Und die Elf von Marco Ketelaer kam immer besser ins Spiel. Die Chancen häuften sich und ein Tor lag förmlich in der Luft.
[infobox-right]Turbine Potsdam: Naeher - Zietz, Peter, Kemme - Schmidt, Hanebeck (70. De Ridder), Odebrecht, Cramer - Nagasato, Mittag (78. I. Kerschowski), Anonma.
FCR Duisburg: Bellinghoven - Wensing, Krahn, Neboli, Himmighofen - Bresonik - Oster (85. Weichelt), Laudehr, Popp - Ando, Islacker (88. Cengiz).
Schiedsrichterin: Steinhaus (Hannover)
Tore: 1:0 Hanebeck (34.), 2:0 Bresonik (42. Eigentor), 2:1 Ando (63.), 2:2 Popp (66.), 2:3 Bresonik (90.).
Zuschauer: 2560. Gelbe Karten: - Laudehr.
Besonderes Vorkommnis: Bresonik scheitert mit Handelfmeter an Näher (43.)
[/infobox]
Dafür sorgten dann jedoch die Potsdamerinnen. Nach einem Querpass von Nagasato pfefferte ausgerechnet die langjährige Duisburgerin Patricia Hanebeck den Ball aus 18 Metern ins lange Eck (35.). Kurz vor der Halbzeitpause überschlugen sich dann die Ereignisse und Bresonik trat zum ersten Mal in den Mittelpunkt des Geschehens. Mit einem missglückten Klärungsversuch erhöhte die Mittelfeldspielerin per Kopf auf 2:0 (42.). Doch damit nicht genug. Nur eine Minute später hatte die 27-Jährige die Möglichkeit, ihren Fehler wieder gut zu machen, als sie zum Handelfmeter Anlauf nahm. Aber die Potsdamer Torhüterin Alyssa Naeher parierte ihren Schuss (43.) und so ging es für die „Löwinnen“ mit einem 0:2-Rückstand in die Pause.

Rasante Aufholjagd in Hälfte zwei

Diese ließen die Köpfe aber nicht hängen. „Als ich in der Pause in die Kabine kam, habe ich bemerkt, dass die Mannschaft immer noch hochmotiviert war und an sich geglaubt hat“, sagte Ketelaer. Und auch Bresonik wusste, dass das Spiel noch keineswegs entschieden war: „Wir haben gespürt, dass hier noch etwas möglich ist und ich wollte auch selbst unbedingt diesen Treffer.“ Also starteten die Duisburgerinnen ihre Aufholjagd. Nach Vorlage von Bresonik verkürzte Kozue Ando, die sich in der Länderspielpause durch gute Trainingsleistungen für die Startelf aufdrängen konnte, auf 1:2 (63.).

Nur drei Minuten später klingelte es dann erneut im Kasten der Gastgeberinnen. Einen artistischen Laudehr-Fallrückzieher von der rechten Strafraumseite erwischte Ando mit dem Kopf, Naeher bekam zunächst noch eine Hand an den Ball, doch Popp sprang höher als alle Turbine-Spielerinnen und köpfte nun endgültig ein (66.). Dann folgte der besagte Auftritt von Bresonik, die einen 50-Meter-Sprint hinlegte, um die lange Hereingabe von Simone Laudehr volley in die Maschen zu dräschen. Ihr Kommentar nach dem Spiel: „Das war geil!“

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