Beim 3:0 gegen Nigeria präsentierte sich die Frauen-Nationalmannschaft des DFB über weite Strecken bereits in WM-Form. Jetzt soll die souveräne Vorstellung im EM-Qualifikationsspiel in der Ukraine wiederholt werden.

DFB-Damen feilen weiter an der WM-Form

as
07. August 2003, 11:52 Uhr

Beim 3:0 gegen Nigeria präsentierte sich die Frauen-Nationalmannschaft des DFB über weite Strecken bereits in WM-Form. Jetzt soll die souveräne Vorstellung im EM-Qualifikationsspiel in der Ukraine wiederholt werden.

Die Leistung der Frauen-Nationalmannschaft beim 3:0 (1:0) im Test gegen Nigeria lässt für die Weltmeisterschaften in den USA hoffen. Bereits in 42 Tagen beginnt die WM, aber für die deutschen Fußballerinnen könnte der Startschuss zu den Titelkämpfen eigentlich schon morgen fallen. Nach einigen mäßigen Vorstellungen zuletzt kommen die Europameisterinnen offenbar genau rechtzeitig zum anstehenden Großereignis in Form. Die souveräne Vorstellung beim Erfolg über den Afrikameister soll vom Team von Trainerin Tina Theune-Meyer am Samstag beim EM-Qualifikationsspiel in der Ukraine (15.45 Uhr/live in der ARD) wiederholt werden.

"Ein Spiel, dass wir gewinnen müssen"

Für Theune-Meyer ist die Partie in Kiew allerdings nur eine Durchgangsstation auf dem Weg in die Vereinigten Staaten. "Es war ein Wunsch von mir, dass wir in der WM-Vorbereitung eine Mischung aus Testspielen und Quali-Begegnungen haben", erklärte die Trainerin. Nachdem ihre Mannschaft das erste Qualifikationsspiel für die EM 2005 in England bereits 5:1 gegen Schottland gewonnen hat, steht das Ergebnis gegen die Ukraine nach Ansicht Theune-Meyers ohnehin schon fest: "Ich erwarte einen Sieg und ein engagiertes Spiel. Das ist einfach ein Spiel, dass wir gewinnen müssen."

Lob für Debütantin Shelley Thompson

Eine engagierte Vorstellung sah die Trainerin auch beim Sieg ihrer Elf in Trier gegen Nigeria. Trotz Temperaturen über 30 Grad waren die Afrikanerinnen dem mit viel Spielwitz agierenden deutschen Team in allen Belangen unterlegen. US-Legionärin Conny Pohlers von den Atlanta Beat (19.) sowie Martina Müller vom SC Bad Neuenahr (72., 85.) erzielten die Treffer und betrieben damit Werbung in eigener Sache. "Sie haben beide mit Nachdruck auf sich aufmerksam gemacht. Auch die Debütantin Shelley Thompson hat ihre Sache sehr gut gemacht", meinte Theune-Meyer.

Die Trainerin hat vor allem im Angriff die Qual der Wahl. Neben der gesetzten Top-Torjägerin Birgit Prinz machen sich gleich fünf Stürmerinnen Hoffnungen auf einen Platz im WM-Kader. "Ich war noch nie bei einer WM und werde alles dafür tun, um dabei zu sein", sagte die zweifache Torschützin Müller. Auch Theune-Meyer spürt die Motivation ihrer Spielerinnen. "Es ist momentan ein positiver Geist in der Mannschaft zu spüren. Jede Einzelne gibt nochmal alles", erklärte die 49-Jährige, die sich noch nicht auf ein WM-Aufgebot festgelegt hat: "Ich muss das erst alles mal sacken lassen."

Autor: as

Kommentieren