Köpke offiziell neuer Bundestorwart-Trainer

ck
21. Oktober 2004, 16:10 Uhr

Andreas Köpke ist neuer Bundestorwart-Trainer beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der Europameister von 1996 unterschrieb einen Vertrag bis 2006. Neben der A-Nationalmannschaft wird auch das "Team 2006" von Köpke betreut.

Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern, nun ist es offiziell: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Andreas Köpke als neuen Bundestorwart-Trainer unter Vertrag genommen. Der 42 Jahre alte Europameister von 1996 unterschrieb am Donnerstag einen Kontrakt bis zum Ende der Weltmeisterschaft 2006 und tritt damit die Nachfolge von Sepp Maier beim DFB an. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit Jürgen Klinsmann, Joachim Löw und Oliver Bierhoff. Das Projekt 2006 ist eine große Herausforderung, die ich genauso optimistisch angehe wie meine Kollegen", so der 59-malige Nationalkeeper.

Auch Betreuung der Keeper des "Teams 2006"

Köpke wird künftig bei allen Länderspielen der A-Nationalmannschaft dabei sein. Außerdem übernimmt der Europameister von 1996 auch die Betreuung der Torhüter, die zum erweiterten Kreis der U21-Auswahl sowie des "Teams 2006" gehören.

DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder hatte am Rande des DFB-Bundestages in Osnabrück die abschließenden Verhandlungen geführt. "Andreas Köpke war ein international renommierter Torhüter. Seine Verpflichtung ist eine Verstärkung für das DFB-Trainerteam. Wir sind sicher, dass er seine langjährigen Erfahrungen einbringen und erfolgreich umsetzen wird", erklärte "MV".

Köpke soll zwischen Torhütern vermitteln

Vor allem aber soll der Welttorhüter von 1996 für den nötigen Ausgleich im Torwart-Streit zwischen Kahn und Lehmann sorgen. Maier war nach 16-jähriger Tätigkeit beim DFB über diese Diskussion gestolpert, nachdem er sich wiederholt für Kahn als Nummer eins und gegen Jens Lehmann ausgesprochen hatte.

Doch auch die Personalie Köpke, der zudem die Betreuung der Keeper, die zum erweiterten Kreis der U21-Auswahl sowie des "Teams 2006" gehören, übernimmt, hatte in den letzten Tagen bereits für einigen Gesprächsstoff gesorgt. Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß befürchtete "Vetternwirtschaft". Dies wiesen Klinsmann und Teammanager Oliver Bierhoff aber vehement zurück.

"Wir gehen nur nach der Qualität mit Blick auf die WM 2006. Deshalb ist es normal, jemanden mit ins Boot zu nehmen, den ich kenne und dem ich vertrauen kann und von dessen Qualität ich überzeugt bin", hatte Klinsmann zuletzt schon die Wahl von Köpke verteidigt. Der gebürtige Kieler würde gut in das Team passen, sich mit den Zielvorgaben identifizieren und dem Druck standhalten. "Da gibt es nur wenige Leute wie den Andreas Köpke. In Deutschland kenne ich keinen Zweiten", so Klinsmann weiter.

Autor: ck

Kommentieren