Nur denkbar knapp ist der englische Erstligist Arsenal London an einer Blamage im Liga-Cup vorbei geschrammt. Gegen Zweitligist Rotherham United setzten sich die

Arsenal schrammt an Liga-Cup-Blamage vorbei

beb
29. Oktober 2003, 13:21 Uhr

Nur denkbar knapp ist der englische Erstligist Arsenal London an einer Blamage im Liga-Cup vorbei geschrammt. Gegen Zweitligist Rotherham United setzten sich die "Gunners" knapp mit 9:8 nach Elfmeterschießen durch.

Im englischen Liga-Cup hat Arsenal London ohne den pausierenden Nationaltorhüter Jens Lehmann in einem Marathon-Match nur mit viel Mühe eine Blamage abgewendet und die vierte Runde erreicht. Der Tabellenführer der Premier League setzte sich mit 9:8 im Elfmeterschießen gegen den Zweitligisten Rotherham United durch. Nach der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Vor 27.451 Zuschauern in Highbury ließ Arsenal-Coach Arsene Wenger neben Lehmann sechs weitere Stammspieler pausieren und verhalf unter anderem Francesco Fabregas zu einem vielbeachteten Debüt.

Der Spanier war am Dienstag mit 16 Jahren und 177 Tagen der jüngste Spieler, der je in einer Anfangsformation der "Gunners" gestanden hat. Die Führung der Wenger-Elf durch Jeremie Aliadiere (11.) hatte Rotherhams Darren Byfield in der Schlussminute der regulären Spielzeit ausgeglichen. Den entscheidenden 22. Strafstoß im Elfmeterschießen verwandelte letztlich Arsenal-Stürmer Sylvain Wiltord.

"ManU" mit Zittersieg gegen Leeds

Ebenso zittern musste Manchester United gegen den finanziell angeschlagenen Ligakonkurrenten Leeds United. Erst ein Treffer des Kameruner Nationalspielers Eric Djemba-Djemba vier Minuten vor dem Ende der Verlängerung zum 3:2 (1:1, 0:0) ebnete den Weg des Meisters in die vierte Pokalrunde. Drei Tage nach der 1:3-Pleite gegen den FC Fulham konnte sich das Team von Sir Alex Ferguson zumindest ansatzweise rehabilitieren, während für Leeds der 28. Oktober als "schwarzer Dienstag" in die Klubannalen eingehen wird.

Wenige Stunden vor der Pokal-Niederlage war bekannt geworden, dass der Tabellenvorletzte mit einem Minus von umgerechnet 71,4 Millionen Euro vor Steuern im vergangenen Geschäftsjahr den größten finanziellen Verlust in der Geschichte des englischen Fußballs erlitten hat. Dennoch gab sich Präsident John McKenzie zuversichtlich. "Wir haben die Kosten um 20 Millionen Pfund (28,9 Millionen Euro) reduziert, das Management neu organisiert. Wir können deshalb wieder mit einiger Zuversicht nach vorne schauen", sagte McKenzie.

Autor: beb

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