Rudi Völler muss beim EM-Qualifikationsspiel der DFB-Nationalmannschaft um den Einsatz von  Michael Ballack bangen. Nationalmannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt kümmert sich um den Mittelfeldstar.

Fragezeichen hinter Einsatz von Ballack

ko
07. Juni 2003, 10:41 Uhr

Rudi Völler muss beim EM-Qualifikationsspiel der DFB-Nationalmannschaft um den Einsatz von Michael Ballack bangen. Nationalmannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt kümmert sich um den Mittelfeldstar.

DFB-Teamchef Rudi Völler plagen einen Tag vor dem EM-Qualifikationsspiel in Schottland Personalsorgen. Michael Ballack laboriert weiter an einer Wadenverletzung. Die Entscheidung, ob der Mittelfeldstar von Bayern München am Samstag (16.00 Uhr MESZ/live in der ARD) im Hampden Park spielen kann, soll erst kurz vor Spielbeginn fallen. Vor allen Dingen hofft man bis dahin auf die heilenden Hände von Nationalmannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der drei Stunden früher als geplant eintraf, um sich zunächst ausschließlich um Ballack zu kümmern.

Bedeutung von Ballack ist groß

"Michael ist für uns ganz wichtig. Das wäre natürlich schade und bitter, wenn er ausfallen würde. Er würde uns sehr fehlen. Wir werden aber alles dafür tun, dass er dabei ist. Aber es wird knapp", sagte DFB-Teamchef Rudi Völler am Freitag im noblen DFB-Quartier "MacDonald Crutherland House" in East Kilbride vor den Toren Glasgows, wo sich beim Vize-Weltmeister fast alles um Ballack drehte.

Während der kompletten Vorbereitung auf das wichtige EM-Qualifikationsspiel gegen die von Vogts betreuten "Bravehearts" hatte Völler die immense Bedeutung von "Deutschlands Fußballer des Jahres" unterstrichen und ihn als "Weltstar" bezeichnet. Deshalb wäre es schon makaber, so der Teamchef, "wenn Michael nach einer so tollen Saison wieder ausfallen würde". In diesem Jahr hatte der 26-Jährige auf Grund diverser Blessuren noch kein Länderspiel bestritten. Zuletzt trug er im November 2002 gegen die Niederlande das DFB-Trikot.

Völler ist zuversichtlich

Ballack konnte am Donnerstag und am Freitag beim Abschlusstraining im Hampden Park wegen einer Verhärtung in der Wade nicht trainieren und wurde stattdessen von den DFB-Medizinern rund um die Uhr behandelt. Wie es zu der Verletzung kam, konnte Völler nicht beantworten. "Das ist ähnlich wie vor einem Jahr bei der WM vor dem Achtelfinale gegen Paraguay. Es gibt keinen logischen Grund. Aber auch damals konnte Michael spielen", sagte der Teamchef und versuchte, sich optimistisch zu geben: "Wir sind trotz aller Probleme zuversichtlich. Wenn es bei Michael nicht klappen würde, wird der Rest so heiß sein und so verbissen spielen, um ein gutes Resultat zu erzielen."

Autor: ko

Kommentieren