Der Todesfall bei Ausschreitungen in der ersten Runde des spanischen Pokals hat sich aufgeklärt. Am Freitag stellte sich der Polizei Gabriel Rodriguez Perez, der einen Fan La Corunas durch Tritte getötet hatte.

"Riazor Blues"-Anhänger stellt sich der Polizei

us
10. Oktober 2003, 15:21 Uhr

Der Todesfall bei Ausschreitungen in der ersten Runde des spanischen Pokals hat sich aufgeklärt. Am Freitag stellte sich der Polizei Gabriel Rodriguez Perez, der einen Fan La Corunas durch Tritte getötet hatte.

Im Fall des vor zwei Tagen zu Tode gekommenen spanischen Fußballfans ist der Täter festgenommen worden. Am Freitag stellte sich der 25 Jahre alte Gabriel Rodriguez Perez der Polizei. Dieser war nach dem Vorfall zunächst untergetaucht, hielt nach Angaben der Polizei in La Coruna "dem Druck der Öffentlichkeit" am Freitag jedoch nicht mehr stand.

Abgesehen von seinen Kampfsport-Aktivitäten und seiner Zugehörigkeit zu La Corunas berüchtigter "Riazor Blues"-Gruppe waren über Perez, der am Mittwoch den sechs Jahre älteren Manuel Rios Suarez mit zwei Tritten auf die Leber getötet hatte, am Freitagnachmittag noch keine weiteren Einzelheiten bekannt. Ob der Hooligan wegen Mordes oder lediglich wegen Totschlags oder schwerer Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt wird, ist noch offen.

"Riazor Blues" geben Auflösung bekannt

Indessen ist Suraez, der bei den Ausschreitungen schlichtend eingreifen wollte und danach von Perez zu Tode getreten wurde, unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit beerdigt worden. 2000 Menschen waren zur Beisetzung gekommen und erwiesen dem treuen "Depor"-Fan die letzte Ehre.

Nach dem Tod von Suarez wird der Ruf nach Maßnahmen gegen die zumeist rechtsradikalen Fan-Gruppierungen bei den spanischen Erstligisten immer lauter. Während La Corunas "Riazor Blues" bereits am Donnerstag ihre Auflösung mitteilten, plant inzwischen auch die spanische Regierung die Verabschiedung von Gesetzen zur gezielten Bekämpfung der "Ultras".

Autor: us

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