Noch genau drei Wochen, dann beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland. Doch es gibt für die Organisatoren noch viel zu tun.

Die WM 2011 im Revier

Bochumer Volunteers fiebern Start entgegen

Christian Krumm
04. Juni 2011, 19:55 Uhr

Noch genau drei Wochen, dann beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland. Doch es gibt für die Organisatoren noch viel zu tun.

Am Samstag trafen sich 300 Volunteers in Bochum, um zum ersten Mal in ihre Aufgaben an den vier Spieltagen im Ruhrgebiet eingewiesen zu werden. Als „Kick-off“ wurde die Veranstaltung betitelt, auch wenn es bis zum Anstoß noch einige Tage dauern wird. „Wir sind sehr stolz, die Unterstützung solch motivierter und engagierter Volunteers aus der ganzen Welt bei der Vorbereitung und Durchführung der Frauen-WM zu bekommen“, ließ Steffi Jones, Präsidentin des Organisationskomitees, per Video-Botschaft mitteilen. Selbst konnte sie nicht vor Ort sein.

Dafür ließ sich aber Hermann Korfmacher, DFB-Vizepräsident und Erster Vorsitzender des FLVW, blicken. „Die freiwilligen Helfer haben am Samstagmittag vorgezogen, sich schulen zu lassen, statt bei dem schönen Wetter einen Grillplatz aufzusuchen. Davor kann man nur den Hut ziehen“, betonte der Funktionär. „Die Freundlichkeit, Kompetenz und das Engagement der Leute haben schon bei anderen großen Veranstaltungen wie der Fußball-WM 2006 dafür gesorgt, dass Deutschland in aller Welt in einem guten Licht da stand.“ Das möchte diesmal auch Bochum als eine der Ausrichter-Städte. „Es war eine brillante Idee, sich um einen Standort für die Weltmeisterschaft zu bewerben. Wohin passt der Fußball besser als ins Ruhrgebiet?“, fragte Birgitt Collisi, Sportdozentin der Stadt, alle Beteiligten in der Rundsporthalle, die im Schatten des WM-Stadions liegt.

[gallery]1821,0[/gallery]
Es wird insgesamt 13 verschiedene Einsatzbereiche geben, in denen die freiwilligen Helfer aktiv sein werden. Darunter fallen zum Beispiel die Medienbetreuung, die Turnier- und Spielorganisation, aber auch das Wegweisen von Zuschauern. „Ich war schon 2006 dabei und habe dort eine Menge Leute kennengelernt. Es war einfach ein tolles Fest“, erklärte Stephan Maas, der damals in Dortmund im Einsatz war und sich nun auch für Bochum beworben hat. „Ich drücke natürlich den deutschen Mädels die Daumen.“

Birgit Prinz und Co. werden jedoch nicht im Ruhrgebiet spielen. Eine Tatsache, die Jennifer Korte nicht sonderlich stört: „Es wird sicherlich auch so eine Menge Spaß machen. Kanada, Australien und Äquatorial Guinea bringen sicher auch interessante Fans mit, auf die ich mich sehr freue.“

Diese beiden Volunteers werden zwei von insgesamt 3.000 Freiwilligen in ganz Deutschland sein. Auch die Mutter der deutschen WM-Teilnehmerin Annike Krahn, die bekanntlich Bochumerin ist, hat ihre Hilfe zugesagt. „Diese Menschen sind unschätzbar wichtig für einen reibungslosen Ablauf“, unterstrich auch Ulrich Wolter als OK-Gesamtkoordinator. „Wir sind ihnen sehr dankbar für ihre Anstrengungen. Wenn sich am Ende die Gäste wohlfühlen, haben wir alles richtig gemacht.“

[gallery]1799,0[/gallery]
Am rewirpowerSTADION musste in den vergangenen Monaten noch viel modernisiert werden. „Wir sind froh, dass dies alles noch rechtzeitig geklappt hat“, sagte Wolter. „Wir kommen immer gerne nach Bochum, weil hier die Verbindung aus Verein, Stadt, Team vor Ort und Volunteers so sehr stimmt wie nirgendwo anders.“ Ein Lob, das allen Anwesenden sicherlich gut tat, da auch der Vorverkauf auf die vier Partien nur sehr schleppend anlief. „Es sieht aber so aus, dass wir bei drei Begegnungen über 10.000 Zuschauer haben werden. Das macht uns sehr happy.“ VfL-Pressesprecher Christian Schönhals, der durch das Programm führte, fügte abschließend hinzu: „Der Bochumer kommt zwar oft erst spät, aber er kommt!“

Autor: Christian Krumm

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren