Auch in dieser Woche reihen sich die Absagen in der Regionalliga Nord weiter aneinander. Die Partien der Oberhausener in Wattenscheid und Erfurt fielen so dem Wetter zum Opfer.

RWO: Kutrieb als Gewinner der vielen Ausfälle

cb
20. März 2006, 09:17 Uhr

Auch in dieser Woche reihen sich die Absagen in der Regionalliga Nord weiter aneinander. Die Partien der Oberhausener in Wattenscheid und Erfurt fielen so dem Wetter zum Opfer.

Auch in dieser Woche reihen sich die Absagen in der Regionalliga Nord weiter aneinander. Die Partien der Oberhausener in Wattenscheid und Erfurt fielen so dem Wetter zum Opfer.
Bei den Kleeblättern konnte das eigentlich nur Dennis Kutrieb erfreuen, verpasste der Mittelfeld-Lenker doch so trotz eines Muskelfaserrisses nur die Partie gegen die Bremer Zweitvertretung (1:0). Der ehemalige Berliner erklärt: "Trotzdem sind die Ausfälle sehr nervig. Wir haben am Freitag um zehn trainiert, um halb elf sagte man, die Begegnung findet statt, um elf kam dann wieder das Veto." Sein Zusatz: "Ich hatte aber schon damit gerechnet, die Wattenscheid-Geschichte unter der Woche stört mich viel mehr. Wir haben 15 km weiter unter richtig guten Bedingungen trainieren können."
Aber das gehört nun auch der Vergangenheit an, der Blick gilt dem Saisonfinale, wo für die Kleeblätter der harte Abstiegskampf auf dem Programm steht. Und Kutrieb soll ein Joker beim Thema Ligaverbleib sein. Schon erstaunlich, wenn man kurz zurück blickt zu den Anfängen der Spielzeit. Da stand der 26-Jährige schon nach wenigen Wochen auf dem Abstellgleis, der ehemalige Manager Manfred Rummel legte ihm einen schnellen Vereinswechsel nahe. Es kam anders und "Düse" biss sich durch. Zwei Momente hat der Spielgestalter im Kopf, wenn es um das endgültige Ankommen in Oberhausen geht. "Die Partie in Bremen, als ich zum ersten Mal unter den ersten Elf auftauchte und gleich treffen konnte. Zudem das Match gegen Osnabrück, als wir toll spielten und klar gewinnen konnten."

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Auch ein Verdienst von Kutrieb, der, auch von RS, in der Hinrunde oft kritisiert wurde. Aber der dreifache Saisonschütze wusste sich zu steigern, zuletzt war eine kontinuierliche Verbesserung festzustellen. Begründung des Kickers: "Das Selbstvertrauen gibt einfach den Ausschlag. Mittlerweile habe ich klar das Gefühl, der Trainer baut auf mich, die Mannschaft sucht mich immer öfter auf dem Feld."
Wobei es besonders in der RWO-Offensive aktuell nicht einfach ist zu glänzen, denn die Defensiv-Taktik von Coach Harry Pleß funktioniert, so haben die Spieler in vorderster Front nur wenige Szenen, in denen sie sich auszeichnen können. Kutrieb: "Ich habe es beim 1:0 gegen Bremen von der Tribüne selber gesehen. Da gibt es wirklich kaum Anspielstationen für die Stürmer, wenn sie denn mal den Ball haben. So bekommt man das auf dem Platz gar nicht mit. Aber wir arbeiten auch im Training intensiv daran, uns in diesem Bereich zu verbessern."
Was auch für die Standards gilt, die bei der zurückhaltenden Grundausrichtung entscheidenden Charakter bekommen könnten. Zuletzt schlug Kutrieb mit einem Zuckerfreistoß in den Winkel in Köln zu, aber der ehemalige Lichtenberger gibt in Bezug auf die oftmals schwachen Ecken und Flanken zu: "Normalerweise sollte man vor oder nach jedem Training da noch etwas machen. Aber wegen meiner Verletzung und der Intensität der letzten Wochen kam das etwas zu kurz. Aber ich habe mir fest vorgenommen, daran etwas zu ändern. Denn wir haben aus diesen Aktionen schon einige Tore erzielt und wenn man sich im Training die nötige Sicherheit holt, geht man auch selbstbewusster im Spiel an solche Dinge heran."

Autor: cb

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