RWO: Zwei Spieler, ein Schicksal

cb
14. Oktober 2005, 11:05 Uhr

Zwei Spieler, ein Schicksal. Oberhausens Timo Uster und Dominic Tempel kamen mit großen Hoffnungen zu RWO, beide sollten in der Innenverteidigung aufräumen.

Was allerdings nur fünf Mal gelang, zwei Mal stand Uster, drei Mal Tempel auf dem Rasen. Alles bei 24 möglichen Einsätzen, eine Bilanz, die traurig stimmt. "Schon sehr frustrierend", nickt Uster, der Probleme mit der Patellasehne hat, "man kommt zu einem neuen Club, setzt sich Ziele und kann nicht helfen, etwas zu realisieren." Eine Denkweise, die auch der ehemalige Osterfelder Tempel kennt, der mit einem Knorpelschaden im Knie zu kämpfen hat: "Daher bin ich natürlich enttäuscht, schon sehr lange zuschauen zu müssen." Der Abwehrhüne betont: "Ich hatte gehofft, gegen den WSV wieder dabei zu sein, jetzt sieht es so aus, als ob ich ab dem 24. Oktober erst wieder bei der Elf bin."
Was an beiden Akteuren nagt: Es handelt sich um Blessuren, bei denen keine genauen Prognosen abgegeben werden können, wann ein Comeback realistisch ist. Etwas weiter ist aktuell Tempel, der freudig berichtet: "Ich habe viel Krafttraining gemacht, um den Knorpel zu stärken. Seit drei Wochen kommt noch eine Spritzenkur hinzu, damit sich um den Knorpel eine schützende Schicht bildet. Noch zwei Spritzen, dann ist es geschafft. Und ich habe ein richtig gutes Gefühl, es geht absolut voran." Daher wagt der 24-Jährige die Prognose: "Ich bin bald wieder dabei, wenn ich erst auf dem Platz stehe, brauche ich maximal drei Wochen, um die fehlende Fitness aufzuholen."
Somit bleibt Tempel eine OP erspart, die aufgrund der Verletzung auch im Raum stand: "Da haben mir die Ärzte aber von abgeraten", erinnert sich der Ex-Borusse, "jetzt habe ich einen Zustand, wo der Knorpel sich immer mal melden kann, ich habe aber versichert bekommen, es kann nichts passieren. Und das eine oder andere Zwicken ist für mich kein Problem."
Während Tempel einen Termin für die Rückkehr im Kopf hat, rackert sich Uster in der Düsseldorfer Reha ab, um sein Ziel zu erreichen: "Wenn es machbar ist, möchte ich noch eine Partie in der Vorrunde bestreiten." Der Neuzugang aus Darmstadt weiß aber: "Ich muss alles sehr vorsichtig angehen, die Patellasehne reagiert immer wieder auf die steigende Belastung. Momentan kann ich nur leichte Intervall-Läufe machen." Daher der etwas ernüchternde Zusatz: "Eine Prognose möchte ich gar nicht mehr stellen. Alles, was wir uns bisher vorgenommen haben, ist dann am Ende nicht eingetreten. Wenn ich aber den Begriff Rückrunde höre, das klingt mir zu verschärft, schließlich würde ich gerne helfen, die Situation im Club positiv zu beeinflussen."

Über RW Oberhausen berichtet Christian Brausch

Hofft noch auf ein Comeback in der Vorrunde: Oberhausens Timo Uster (Foto: Krschak).

Autor: cb

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