Letzter gegen den Vorletzten. Hätte man die Trainer der 19 Nord-Regionalligisten vor der Spielzeit befragt, die wenigsten hätten am 12. Spieltag auf die Paarung Düsseldorf gegen RWO getippt.

DÜSSELDORF: Arena-Treffen der Kellerkinder

cb
30. September 2005, 11:03 Uhr

Letzter gegen den Vorletzten. Hätte man die Trainer der 19 Nord-Regionalligisten vor der Spielzeit befragt, die wenigsten hätten am 12. Spieltag auf die Paarung Düsseldorf gegen RWO getippt.

Letzter gegen den Vorletzten. Hätte man die Trainer der 19 Nord-Regionalligisten vor der Spielzeit befragt, die wenigsten hätten am 12. Spieltag auf die Paarung Düsseldorf gegen RWO getippt. Jetzt treffen am Samstag (14 Uhr) aber die beiden Kellerkinder der dritten Klasse in der LTU arena aufeinander, wobei für die Hausherren nur ein Dreier zählen kann.
Fortuna-Coach Uwe Weidemann: „Wir haben nur sechs Punkte, klar wollen wir den Sieg unbedingt.“ Wobei der Trainer bei seiner Beobachtung der „Kleeblätter“ gegen Lübeck sah, wie defensiv sich die Truppe aktuell verhält. „So erwarte ich sie auch bei uns“, verrät der Ex-Profi, „jeder Coach muss das spielen, was sein Personal hergibt, RWO wird sehr kompakt stehen, für uns bedeutet das, Geduld ist gefragt, wir dürfen nicht hektisch werden.“
Wo besonders die erfahrenen Akteure in der Verantwortung stehen, bei der zweiten Weidemann-Forderung sind alle Kicker angesprochen: „Entscheidend wird sein, ob jeder begriffen hat, es geht nur über die Leidenschaft. Wir müssen die Zweikämpfe suchen, RWO wird sie annehmen.“ Der ehemalige Duisburger weiter: „Wir dürfen uns nicht auf das Quäntchen Glück verlassen, wir müssen die Initiative übernehmen, um aus dieser schwierigen Situation heraus zu kommen.“
In der die Lehren aus der letzten Spielzeit hilfreich sein können, als die Fortunen ebenfalls lange im Abstiegskampf zu finden waren. „Kann sein“, berichtet Weidemann, „aber keiner will das alles noch mal erleben.“ Um die ausgemachte Verunsicherung nach den zuletzt in letzter Minute liegen gelassenen Zählern zu verscheuchen, soll der Spaß in der Matchvorbereitung nicht zu kurz kommen. „Wir laufen auf jeden Fall nicht mit hängenden Köpfen herum“, erklärt der Linienverantwortliche, „die Spieler haben sich auch vor der Partie getroffen, etwas Aberglaube ist immer mit dabei, gegen St. Pauli hat es das auch gegeben, danach wurde der Sieg eingefahren.“
Mit wem das gegen die Elf von Trainer Harry Pleß gelingen soll, weiß der Ex-Schalker noch nicht. Fragezeichen stehen noch hinter Henri Heeren (heutiger Trainingsversuch) und Erdal Eraslan (Reizung der Achillessehne). Jörg Albertz ist zum letzten Mal gesperrt, Frank Scharpenberg wird nach seiner Krankheit (Pfeiffersches Drüsenfieber) noch geschont. Dafür ist Andreas Lambertz wieder voll auf der Höhe. Weidemann: „Er war fast vier Wochen weg, hat zuletzt in der zweiten Mannschaft 70 Minuten gut gespielt. Er ist ein Thema für die erste Elf.“ Schluss-Satz vom Trainer: „Egal wer spielt, wichtig war zu sehen, wir können gegen jedes Team mithalten, auch gegen Lübeck. Aber nur, wenn alle verinnerlichen, es geht lediglich über den Einsatz und die Bereitschaft, Fehler des anderen auszubügeln.“

Autor: cb

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